„Das Ewigkeitsprojekt“
Autorin: Caroline Hofstätter
166 Seiten / Taschenbuch
ISBN: 3864026768
Verlag: Atlantis Verlag
[Werbung, da Rezensionsexemplar]

Als Dr. Sarah Berger an einem friedlichen Morgen vor die Tür ihres Hauses tritt, erkennt sie, dass Hills View nicht nur ruhig ist – es ist zu ruhig. Über Nacht sind alle Bewohner verschwunden. Aber wohin? Wie konnte eine ganze Stadt völlig lautlos evakuiert werden und warum haben die Bewohner ihre Häuser penibel aufgeräumt, bevor sie die Stadt verließen?
Die junge Ärztin beginnt zu entschlüsseln, was hinter den rätselhaften Ereignissen in Hills View steckt, doch sie befindet sich bereits mitten im Ewigkeitsprojekt. Daraus zu entkommen, wird mit aller wissenschaftlichen Logik nicht einfach, denn die Gesetze der Physik gelten nicht länger. Selbst eine Tasse Kaffee ist nicht, was sie zu sein scheint …

Caroline Hofstätter hatte mir freundlicherweise ein Exemplar ihres Romans geschickt, vielen Dank dafür liebe Caroline.

Mit nicht ganz 200 Seiten ist „Das Ewigkeitsprojekt“ auch sehr schnell gelesen, besonders bei dem flüssigen und fesselndem Schreibstil. Ich kann mich hier auch direkt den Aussagen anderer Rezensenten anschließen, dass einige Seiten mehr dem Buch sicherlich keinen Abbruch getan hätten. Andererseits hatte ich das Gefühl, dass das auf eine Fortsetzung hoffen lässt. So würde mich nämlich besonders interessieren, wie es draußen weiterging.

Sarah ist eine ziemlich sympathische Protagonistin, war aber ab und an etwas zu begriffsstutzig für meinen Geschmack. Dass sie großen Wert darauf legte, die Seuche zu bekämpfen, komme was wolle, hat mir jedoch wirklich sehr gut gefallen.

Den Aufbau der Geschichte fand ich auch ziemlich gut, ganz besonders am Anfang, als ich zusammen mit Sarah sprichwörtlich im Nebel rumstocherte und wir beide keine Ahnung hatten, was eigentlich los ist. Die beklemmende Atmosphäre vor Sarahs Haustür hat mir echt angenehme Gänsehaut verursacht. Positiv fand ich dabei auch wieder, dass die Geschichte nicht in die Horrorrichtung abgedriftet ist, wie das bei manchen Autoren gern mal passiert, sondern das Gruselgefühl am Anfang nur ein kleiner Bonus war.

Sarahs Situation klärt sich recht schnell auf und hier wäre sicherlich schnell der Ofen aus gewesen, wäre da nicht Leonard aufgetaucht, der mir mit seiner herablassenden und bevormundenden Art ziemlich auf den Zeiger ging. Aber es war schnell klar, dass bei ihm mehr dahinter steckt, als er anfangs andeutet.

Die Auflösung kam dann auch viel zu schnell, wenn ich ehrlich bin. Das Buch ist ein echter Pageturner und ich hätte mir wirklich sehr viel mehr Seiten gewünscht, die ich umschlagen konnte.

Caroline Hofstätters „Das Ewigkeitsprojekt“ ist ein spannendes Lesevergnügen, das ob seiner Kürze gut Zwischendurch weggelesen werden kann und auch für Genreneueinsteiger zu empfehlen ist. Ich freue mich jedenfalls, mehr von der Autorin zu lesen und bedanke mich an dieser Stelle nochmals für den netten Kontakt und das Rezensionsexemplar.


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