„Neon Birds“ 
Autor: Marie Graßhoff
462 Seiten / eBook
ISBN: 3404200004
Verlag: Lübbe

Es ist das Jahr 2101. Ein außer Kontrolle geratener technischer Virus verwandelt Menschen in hyperfunktionale Cyborgs, die dem Willen der künstlichen Intelligenz KAMI gehorchen. In Sperrzonen eingepfercht, werden sie von Supersoldaten bekämpft, die man weltweit als Stars feiert. Doch die Mauern beginnen zu bröckeln. Sekten beten KAMI als Maschinengott an. Und während der Kampf zwischen Menschheit und Technologie hin und her wogt, versuchen vier junge Erwachsene, den Untergang ihrer Zivilisation zu verhindern …

Ich weiß nicht, was los ist aber irgendwie scheine ich mit der Wahl meiner Lektüre kein richtiges Glück zu haben. Auf „Neon Birds“ hatte ich mich sehr gefreut und die Lobeshymnen und begeisterten Rezensionen machten mich arg neugierig und ich war super gespannt. Die ersten 200 Seiten sogen mich auch direkt in die Geschichte rein, aber dann wars vorbei.

Die Spannung fiel einfach ab. Zum Ende hin wurde es dann nochmal etwas aufregender, aber an die ersten 200 Seiten kamen die letzten nicht einmal ansatzweise heran.

In der Geschichte begegnen wir vier Protagonisten: Okijen, Andra, Luke und Flover. Andra spielt aber eigentlich keine wirklich wichtige Rolle und war mir als Figur auch relativ egal. Auch mit Okijen wurde ich partout nicht warm. Grad Luke fand ich einigermaßen zugänglich und glaubhaft.

Trotzdem gibt es in diesem Buch einfach wahnsinnig viel Introspektive, die ich auf Dauer einfach ermüdend fand. Dass dabei alle vier Figuren sehr jung sind und für ihr junges Alter schon extrem weltmüde rüberkommen, macht es nicht einfacher.

Die Welt, die die Autorin hier geschaffen hat, ist dafür super interessant. Auch die Herangehensweise an eine sich weiter entwickelnde KI, die Menschen in Supercyborgs verwandelt, hat mir ausgesprochen gut gefallen.

Es gibt sehr viele Ideen und Gedankenansätze, von denen jedoch ein Großteil nicht weitergeführt wurde. Hier bleibt zu hoffen, dass die Folgebände mehr Fragen beantworten.

Band 2 und 3 werde ich wohl nicht lesen, da mich „Neon Birds“ einfach als Leser ab der Hälfte hat hängen lassen. Vielleicht ist das hier auch wieder so ein Fall davon, dass ich altersmäßig nicht unbedingt die richtige Zielgruppe bin. Ich weiß es nicht. Die große Begeisterung für den Roman kann ich jedenfalls nicht nachvollziehen und war selbst eher enttäuscht, dass ich mich von dem Hype habe anstecken lassen. Das Buch ist für andere Leser wohl sicher besser geeignet. Meins war es leider nicht.

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