„Wayward“
Originaltitel: Wayward
Autor: Blake Crouch
262 Seiten / eBook
ISBN: 978-3-641-25323-3
Verlag: Goldmann
[Werbung, da Rezensionsexemplar]

Umgeben von einem Elektrozaun und 24 Stunden am Tag im Blick eines Scharfschützen: So idyllisch die Kleinstadt Wayward Pines nach außen hin sein mag, für ihre 461 Bewohner ist sie ein Gefängnis. Alle sind sie nach einem schweren Unfall hier aufgewacht, und alle führen sie ein streng reguliertes, ständig überwachtes Leben. Sheriff Ethan Burke ist einer der wenigen, der weiß, was Wayward Pines wirklich ist – und welch unfassbare Wahrheit sich auf der anderen Seite des Zauns verbirgt. Als Ethan nicht mehr schweigen will, kommt es zur Katastrophe …

Nachdem mir der erste Teil, Psychose, so gut gefallen hatte, war ich sehr auf Teil 2 gespannt. Leider konnte für mich der zweite Band nicht mit dem ersten mithalten.

Die düstere, klaustrophobische Atmosphäre, die mir in Band 1 so gut gefallen hatte, fehlte mir hier leider komplett. Es war für mich auch irgendwie von Anfang an schon klar, worauf dieser Band hinauslaufen wird, nur wie das passieren würde, da war ich mir nicht ganz sicher.

Ethan Burke bleibt für mich leider sehr farblos. Grad die Rückblenden, die die Entstehungsphase des Wayward Pines-Projekts etwas beleuchten, haben mir sehr gefallen. Pilcher mag ein Egomane mit Gottkomplex sein, doch als Figur fand ich ihn wesentlich interessanter als den typischen good guy Ethan. Überhaupt waren beide Figuren, genau wie alle anderen, eher klischeehaft gezeichnet.

Der aufzulösende Mord und der dahintersteckende Täter waren auch sehr lasch und brachten keinerlei Spannung mit sich. Konnte ich in Psychose noch über Logikfehler und Löcher in der Handlung hinwegsehen, so waren sie in Wayward doch schwer zu ignorieren.

So bleibt Wayward wayyyy hinter Band 1 zurück.

Leider war ich von Band 2 der Wayward Pines-Trilogie eher enttäuscht. Die fehlende düstere Atmosphäre und die für mich sehr klischeehaften Figuren ließen den Roman so vor sich hinplätschern und konnten mich nicht überzeugen. Auch das Ende kam weder überraschend noch mit einem Paukenschlag und ergab für mich insgesamt keinen wirklichen Sinn. Für die weniger als 300 Seiten habe ich deswegen auch viel zu lange gebraucht. Wayward mag sich für zwischendurch anbieten, aber vom Hocker gerissen hat es mich nicht.

Anmerkung: Da es sich bei diesem Buch um ein zur Verfügung gestelltes Rezensionsexemplar handelt, muss ich diesen Beitrag als Werbung kennzeichnen. Ich möchte allerdings versichern, dass die verfasste Rezension meine ehrliche Meinung wiedergibt und nicht von der Tatsache, dass es sich um ein Rezensionsexemplar handelt, beeinflusst wurde. Denn ganz ehrlich, Rezensionen hätten keinen Sinn, wenn sie nicht ehrlich wären. Ich bedanke mich beim Goldmann Verlag und dem Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.

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