„Der Gefangene des Himmels“
Originaltitel: El prisionero del cielo
Autor: Carlos Ruiz Zafon
416 Seiten / Sonderformat
ISBN:  978-3-596-51316-1
Verlag: Fischer Taschenbibliothek

Jäh wird das traumschöne Barcelona aus dem Schlummer gerissen und zum Schauplatz eines rasanten Abenteuers: Als Fermín, ein charmanter Herumtreiber, überraschend Besuch von einem mysteriösen Fremden bekommt, holen ihn finstere Intrigen aus der Zeit des Spanischen Bürgerkriegs ein. Sie bedrohen nicht nur sein Leben und Liebesglück, sondern schlingen sich bald auch um das Glück seiner Freunde … Spannender als je zuvor entführt uns Carlos Ruiz Zafón mit erzählerischem Furor in eine magische Geschichte von Verfolgung, Liebe und Freundschaft.

Das erste Buch, das ich im Rahmen meiner Leseaktion ‚Dein Lieblingsbuch‘ gelesen habe. Geschenkt hatte mir dieses Buch meine liebe Freundin Janet. Der Name Zafón war mir in unserem offenen Bücherschrank immer wieder begegnet und ich hatte mir seine Bücher danach immer rausgezogen und mitgenommen. Ich wusste nicht, was mich erwartet. Mit Weltbestsellern kenne ich mich ja so gar nicht aus. Dazu ist dieses Buch eine Ausgabe der Fischer Taschenbibliothek, einfach wunderschön und klein.

Der Gefangene des Himmels zog mich sofort in seinen Bann. Bereits nach den ersten Seiten war ich begeistert von der wunderschönen Sprache und der erzeugten Atmosphäre. Mittlerweile weiß ich, dass das Buch ein dritter Teil zu der Reihe Der Friedhof der Vergessenen Bücher ist, doch obwohl ich die anderen Bücher noch nicht kenne, ließ sich dieses Buch für sich selbst sehr gut lesen, auch wenn es an einigen Stellen dann klar war, dass hier mehr dazu ist, als es scheint. Ich freue mich sehr darauf, auch die anderen Bücher dieser Reihe zu lesen.

Die Geschichte spielt in Barcelona im Jahre 1957 in der Buchhandlung der Familie Sempere & Söhne. Fermín Romero de Torres, ein Freund der Familie, steht kurz vor der Heirat und hat sich offenbar sehr verändert. Es taucht ein geheimnisvoller Fremder auf, der eine besondere Ausgabe des Grafen von Monte Christo ersteht und diese als Geschenk an jemanden liefern lassen möchte. Der Empfänger des Geschenks ist Fermín Romero de Torres, der von den Toten auferstanden ist und den Schlüssel für die Zukunft hat. Unterschrieben ist mit der Zahl 13. Um diese kryptische Nachricht herum erzählt Fermín Daniel seine Lebensgeschichte. Eine Geschichte aus der Zeit des Krieges, als er im Gefängnis saß. Diese Erzählung nimmt den größten Teil des Buches ein und geht an vielen Stellen sehr unter die Haut. Sie erzählt auch, wie es kam, dass Fermín der Familie Sempere so eng verbunden ist.

Sprachlich einfach wunderschön, nicht zu blumig aber trotzdem einfach herrlich bildhaft mit viel intelligentem Wortwitz hat mich das ganze Buch sehr berührt. Ich kann verstehen, warum meine Freundin Janet dieses Buch so toll findet. Und ich bin dankbar, dass sie es mir geschenkt hat, damit ich es ebenfalls lese.

In vielen Rezensionen habe ich gelesen, dass es aus der Reihe das schwächste Buch sein soll, aber wenn ich ehrlich bin, kann ich mir das gar nicht vorstellen. Mir hat das Buch unglaublich gut gefallen und auch wenn es durch die Ereignisse der letzten Wochen und Monate lange gedauert hat, dass ich es beende, so war es doch ein schöner Lichtblick besonders in den traurigen Momenten. Ich bin sehr gespannt, wie stark die Vorgängerbände sind, wenn dieser hier der schwächste sein soll.

Der Gefangene des Himmels war ein wunderbarer Einstieg in dieses Leseprojekt und hat mich einfach nur begeistert. Ich freue mich auf mehr. Danke liebe Janet <3

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3 Comments on “Zafón, Carlos Ruiz – Der Gefangene des Himmels

  1. Ich hatte letztes Jahr „der Schatten des Windes“ gelesen und das fand ich wirklich fantastisch. An die Fortsetzungen hatte ich mich noch nicht gewagt, aber so wie du die beschreibst, sind sie ganz gut.
    Hattest du „Der Schatten des Windes“ davor nicht gelesen?

  2. Das klingt sehr zafonig. Ich mag ihn auch sehr. Ich habe „The shadow of the wind gelesen“ und noch ein anderes, dessen Titel ich vergessen habe. Ich glaube es war „The midnight palace“. Gerade wegen der Sprache würde ich ihn gern im Original lesen, aber leider reicht mein Spanisch dafür nicht aus.

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