Am Samstag war es soweit. Selina ist eingezogen und wir waren alle mächtig aufgeregt.

Herr Schnute und die Schwesterschnute landeten am Sonntag dann mitten im Welpenblues. Während die Schwesterschnute in Tränen aufgelöst war, war Herr Schnute von Zweifeln zerfressen.

Ich kenne das nur zu gut. Der Welpenblues hat mich damals, als Molly zu mir kam, auch frontal getroffen und brauchte 2 Wochen, bis er weg war.

Aber hier soll es um Selina gehen. Die kleine Selina, die am Samstag nach großer Reise von Malta in München eintraf und bei ihrer Ankunft direkt unsere Herzen eroberte.

Da ist sie nun also. Dieses kleine Hundewesen. Geschätzt ca. eineinhalb Jahre jung. Ihr wahres Alter ist unbekannt. Im Pass steht als gewürfeltes Geburtsdatum der 07.07.2018 drin. Passend, dass auch Herr Schnute an dem Tag Geburtstag feiert.

Das Linchen ist ein super sanftes Wesen und extrem menschenbezogen. Ich denke, wirklich schlechte Erfahrungen hat sie hauptsächlich mit anderen Hunden gemacht, denn vor denen hat sie panische Angst. Sie nimmt sich bei allem sofort zurück. Tritt in keinen Konflikt und begegnet neuen Dingen sehr ängstlich und scheu, aber auch neugierig. Ihre Devise ist abwarten, wenn man nicht weglaufen kann. Mit Futter kann man bei ihr fast nicht arbeiten, dafür reagiert sie extrem gut auf Lob und Streicheleinheiten.

Beim spazieren orientiert sie sich an Menschen von ganz alleine, weil sie dort Sicherheit sucht. Hundebegegnungen müssen wir einfach aussitzen und warten. Kontaktaufnahme mit dem Leinenhalter erfolgt immer erfolgreich und sofort.

Sie ist aktuell noch sehr angespannt, dass sie sich draußen nicht traut, ihre kleinen und großen Geschäfte zu machen. Pieseln ist ja für Hunde mehr als nur die Blase zu erleichtern. Die Wohnung ist deswegen aktuell mit Wickelunterlagen ausgelegt. Aber selbst in der Wohnung verkneift sie es sich, bis sie nicht mehr halten kann. Gestern grad zweimal ein kleines Geschäft, morgens und abends. Da werden wir sehr viel Geduld aufbringen müssen (die wir auch haben), damit sie sich sicher genug fühlt. Erstmal muss sie ja ankommen. Die Stubenreinheit kommt ja mit steigendem Sicherheitsgefühl und Selbstbewusstsein von ganz allein.

Das Hundebett war am Ankunftstag gleich das große Trainingsding. Sie wusste damit nichts anzufangen. Aber mittlerweile weiß sie, dass die Bettchen ihr Platz sind. Sie bleibt mittlerweile auch drin liegen, wenn man mal den Raum verlässt bzw. geht auch wieder rein, wenn sie mal eine Runde am Schnuppern war. Die ersten beiden Nächte hat sie fast 9 Stunden durchgeschlafen. Ich geh auch schon früh ins Bett, weil nächtliches wachwerden und morgens eine Stunde früher aufstehen voll eingeplant sind.

Das werden wirklich sehr spannende Wochen die nächste Zeit. Abgesehen von der Angst ist Selina ein Traumhund und ein wahres Goldstückchen. Wir freuen uns sehr darauf, ihre Entwicklung zu verfolgen und hoffen, dass sie sich durch und mit uns zu einer selbstbewussten jungen Dame mausern wird.

Ich danke Euch für Eure lieben Kommentare auf meinen letzten Post. Sobald sich hier der Alltag etwas eingependelt hat, werde ich auch endlich Zeit dafür haben, die ausstehenden Beiträge nachzureichen. 🙂

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13 Comments on “Das Linchen ist da

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