Auch heute klappten die Äuglein nach erholsamen acht Stunden Schlaf kurz nach 8 von alleine auf und nach dem üblichen 7Eleven Frühstück gings Richtung Tsukiji Fischmarkt.

Dort haben wir vor lauter Schauen und staunen auch glatt mal keine Fotos gemacht. Der frisch gefangene Fisch und das Meeresgetier war wesentlich interessanter. Bei den frischen Thunfischfilets fiel es uns schon arg schwer, nicht zuzugreifen.

Danach gings aus dem Gewusel raus Richtung Harumi Wharfs und wir fanden uns dann nach ein paar Kilometern mitten in der Tokyo Bay und Großbaustelle des olympischen Dorfs wieder. Irre, was da hochgezogen wird. Aber auch sonst sind die Wohnwolkenkratzer in der Bay Zone absolut gigantische Bauten, die wirklich toll aussehen. Und ja, ich hätte kein Problem damit, in sowas zu wohnen.

Irgendwann fanden wir uns dann an der Anlegestelle der Kreuzfahrtschiffe wieder mit eigentlich einem tollen Blick auf die Rainbow Bridge, aber dafür waren wir dann einfach zu früh dran. Die schaut man sich am besten abends an.

Leider ging es hier auch nicht weiter. Gott sei dank fuhr genau dort dann ein Bus zurück zur Tokyo Station und dank der Pasmo und der Suica Card konnten wir auch mitfahren. Sind wir in Tokyo also auch mal Bus gefahren.



Der nächste Starbucks brachte dann eine dringende Koffeinversorgung und wir fuhren mit der Metro noch mal nach Shibuja raus zum Rugby Super Store, wo wir vielleicht noch den einen oder anderen Yen ausgegeben haben.

Eine Apotheke habe ich dann auch noch aufgesucht und mir etwas geholt, was hoffentlich Schleimlöser sind, nachdem meine aus Deutschland mitgebrachten bisher null Wirkung gezeigt hatten. Ich hab der netten Apothekerin einfach mein Handy unter die Nase gehalten, wo VoiceTra für mich das Wort Nasennebenhöhlen übersetzt hatte. Ein paar Gesten später hielt ich dann eine grüne Packung mit Granulat in der Hand. Mal sehen, ob das Zeug was bringt. Wäre schön, wenn sich die Nebenhöhlenentzündung nicht auch noch aufs Ohr legt, bis wir wieder zurückfliegen.

Nach einem Nachmittagsnickerchen gings raus nach Akihabara. Berühmt für sein Manga und Anime, aber da es schon dunkel war, waren nur noch Büroleute unterwegs. Wir fanden ein kleines Izakaya mit genialem Essen in uriger Atmosphäre. Bestellt wurde über Tablets, ausnahmsweise kein Apple, und von den Portionen her war es extrem reichlich. Preislich lagen wir dann für alles bei umgerechnet 52 Euro mit je zwei Getränken.

Auf dem Weg dahin waren wir an einem British Pub vorbeigekommen und da es nach dem Abendessen grad die richtige Zeit war, kehrten wir für einen Cider ein, um das Spiel England gegen USA zu schauen. An der Bar trafen wir einen Schotten (Martin) und zwei Amerikaner (Bruce und Todd), die sich zu uns gesellten und im Laufe des Abends wuchs diese kleine gesellige Gruppe um 5 Japaner auf 10 Leute an. Als der Schotte dann eine Flasche Whiskey auf den Tisch stellte, kam dann auch bei den jungen Japanern gut Stimmung auf und es wurde ein wirklich lustiger Abend. Verrückt, wie das manchmal läuft. Wie gut, dass ich mich bis auf 2 Cider vorwiegend an Wasser hielt und am Whiskey nur nippte. 1 Uhr morgens lagen wir dann schließlich auch im Bett.


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