„Verschollen“
Originaltitel: Adrift
Autor: Rob Boffard
463 Seiten / eBook
ISBN: 3453320077
Verlag: Heyne
[Werbung, da Rezensionsexemplar]

Hannah Elliot ist aufgeregt: Bereits an ihrem ersten Tag als Tourguide auf Sigma Station soll sie einen Touristenausflug zum Pferdekopfnebel begleiten.
Noch ahnt sie nicht, dass unzufriedene Gäste und eine betrunkene Shuttle-Pilotin an diesem Tag noch ihr geringstes Problem sein werden.
Kaum hat das Shuttle die Umlaufbahn von Sigma Station verlassen, als sich ein gewaltiger dunkler Schatten über die Raumstation schiebt und sie in die Luft sprengt. Nun schwebt das kleine Shuttle samt seiner Passagiere völlig frei im Raum. Sie haben keine Vorräte, keine Waffen und keinen Plan. Und das geheimnisvolle Alien-Schiff ist ihnen dicht auf den Fersen …

Verschollen klang nach dem abgefahrenen Weltraumabenteuer, das es am Ende auch war. Die im Klappentext erwähnte Hannah Elliot ist allerdings nur ein Teil einer größeren Gruppe von Protagonisten. Diese Gruppe ist bunt gemischt: da wäre der zehnjährige Corey Livingstone, der mit seinen sich fortweg streitenden Eltern und seinem fünf Jahre älteren Bruder Malik auf dem Ausflugsschiff ist. Der abgehalfterte Journalist Jack Tennant, der als Hotelkritiker rumtingelt, ein Alkoholproblem hat und noch nicht über seine letzte Beziehung mit dem Portugiesen Hector hinweggekommen ist. Lorinda, über sechzigjährige Witwe, die sich einen langersehnten Traum erfüllt. Und Roman, der Soldat.

Während ich es sehr begrüße, dass eine sehr diverse Mischung aus Figuren präsentiert wird, machte es diese bunte Zusammenstellung auch sehr schwer für mich, zu irgendeiner der Figuren eine Bindung aufzubauen. Ein echtes Zielpublikum hat dieser Roman dadurch nicht wirklich. Und auch das Weltraumabenteuer entpuppte sich oftmals als reines zwischenmenschliches Probleme beleuchten.

Versteht mich nicht falsch, Verschollen hat mich gut unterhalten, was ich von einem Roman ja erwarte, war solide geschrieben und unterhaltsam bis zum Schluss. Leider war es auch absolut nicht mehr als das. Ein unterhaltsames Buch für zwischendurch, das aber auch leider schnell wieder vergessen ist und keinen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Verschollen ist eine leichte Einstiegslektüre ins Scifi-Genre, unterhaltsam bis zur letzten Seite mit einigen interessanten Twists hier und da, aber alles in allem sticht dieser Roman nicht aus dem Bulk anderer Romane hervor. Leseempfehlung für Zwischendurchunterhaltung.

Anmerkung: Da es sich bei diesem Buch um ein zur Verfügung gestelltes Rezensionsexemplar handelt, muss ich diesen Beitrag als Werbung kennzeichnen. Ich möchte allerdings versichern, dass die verfasste Rezension meine ehrliche Meinung wiedergibt und nicht von der Tatsache, dass es sich um ein Rezensionsexemplar handelt, beeinflusst wurde. Denn ganz ehrlich, Rezensionen hätten keinen Sinn, wenn sie nicht ehrlich wären. Ich bedanke mich beim Heyne Verlag und dem Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.

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