Ausgeschlafen und ausgeruht ging es mit dem Shinkansen von Hiroshima nach Nagoya mit einmal Umsteigen in Kobe.

Diese Zugfahrten sind einfach der Wahnsinn. Man kann echt die Uhr danach stellen, wie pünktlich sie hier sind. Selbst wenn man einmal nicht weiß, welche Haltestelle als nächstes kommt, reicht es, einfach nur auf die Uhr zu schauen, weil man genau dann ankommt, wann es geplant ist.

Nagoya begrüßte uns mit Wolken und angenehmen 24 Grad. Das Via Inn Tsubako-Cho ist das neuere von zwei Via Inn Hotels direkt nebeneinander am Bahnhof. Entsprechend modern und geräumiger sind die Zimmer. Das erste Mal haben wir ein Bett mit 1,80m Breite, das nicht direkt an der Wand steht. Richtig toll. Neu und sehr modern. Da fühlen wir uns gleich wohl. Ich habe noch gar nicht erwähnt, dass hier in den Hotelzimmern immer Pyjamas bereit gestellt werden. Ein Foto davon musste ich dann doch mal machen. Auch die üblichen Pantoffeln gibt es.

Unsere Koffer, die wir von Hiroshima nach Nagoya haben vorausschicken lassen, waren auch tatsächlich schon angekommen. Eine tolle Sache. So kann man mit kleinem Handgepäck reisen, während man im Hotel am Zielort schon die großen Koffer stehen hat. In Tokio werden wir dann mal das Wäschewaschen testen. Zwar gibt es wie in europäischen Hotels einen Laundryservice aber man kann in fast allen Hotels auch selbst waschen. Find ich klasse. Soviele Klamotten habe ich nämlich gar nicht, dass ich 18 Tage ohne Waschen auskommen könnte.

Nach dem Checkin sind wir noch mal losgestiefelt. Es war mittlerweile auch schon 17 Uhr und im 18:45 wollten wir eigentlich irgendwo das Rugbyspiel sehen. Direkt gegenüber vom Hotel war auch gleich ein passendes Restaurant mit Fernseher aber etwas wollten wir die Gegend noch erkunden.

Das Bahnhofsviertel von Nagoya ist super beeindruckend. Schon allein das Bahnhofsgebäude mit zwei riesigen Wolkenkratzern. Unterirdisch kann man hier wie in Osaka so einiges an Kilometern zurücklegen, seine Einkäufe erledigen, essen gehen, ohne auch nur einmal an die Oberfläche zu kommen. Wahnsinn.

Es ist Samstag, entsprechend viele Leute waren unterwegs. Die Japaner lieben offenbar ihre Freizeit außerhalb der eigenen vier Wände. Wir wollten zum Nagoya Castle aber wir haben wohl nur die grobe Richtung gefunden und eine tempelähnliche Anlage, bei der wir nicht rausfinden konnten, was es genau ist. Aber am 23. haben wir ja noch einen halben Tag zum erkunden, dann aber wohl mit der Metro, damit wir rechtzeitig in die U-Bahn nach Toyota steigen können zum Spiel. Die Strecken hier sind nicht zu unterschätzen. Selbst unser kleiner Erkundungsspaziergang waren am Ende 9 Kilometer. Das merkt man erst hinterher. Pro Tag hatten wir bisher so zwischen 10 und 15km Fußweg. Das tut einerseits gut, vor allem weil ich ja eh daheim im Büro die meiste Zeit am PC sitze. Andererseits merkt man es abends, wenn man so langsam pflasterlahm wird.

Rechtzeitig zum Anpfiff kehrten wir also in dem Restaurant gegenüber unseres Hotels endlich ein, mächtig hungrig. Bestellt war schnell. Wir haben einfach alles mögliche auf der Speisekarte angedeutet. Stand nichts englisch dabei also ließen wir uns überraschen. Lecker war es alles. Sogar das Ragout aus Hühnerhälsen und Hühnchenleber. Mag Thomas ja eigentlich nicht so gern. Einmal war wohl blanker Reis, aber nachdem wir 4 Portionen reines Protein verzehrt hatten, taten ein paar Kohlenhydrate auch ganz gut. Dazu Bier, Weißwein, Lemonsoda und heißen Sake zum Abschluss.


Verwendete Schlagwörter: , ,

Kommentar verfassen