Offenbar kämpfen wir noch immer etwas mit dem Jeglag und die Hitze macht uns auch ganz schön fertig.

Heute früh sind wir schon wieder erst um 10 aus dem Bett gekommen und es gab erstmal einen Kaffee, zum wach werden. Dann gings zum JR Ticket Counter, Sitzplätze für die nächsten Shinkansenfahrten reservieren. Und dann brauchte es erstmal ein kleines Frühstück. Onigiri waren schon zu meinem Lieblingsfrühstück geworden.

Da Baseball hier in Japan eine große Sache ist und Hiroshima seine Baseballmannschaft wohl abgöttisch liebt, wenn man nach den ganzen Bannern und Postern überall geht, sind wir kurzerhand mal zum Mazda Zoom-Zoom Stadion gelaufen. Sehr beeindruckender Bau. Die Carp waren wohl auch grad am Trainieren, aber leider gabs keine freie Sicht aufs Feld, dass wir hätten zuschauen können. Im Fanshop sind wir dann auch noch einige Yen losgeworden und danach sind wir durch kleine Seitengassen wieder zum Hotel zurück.



Da wir es heute ruhig angehen lassen wollten, gabs wieder eine dringend nötige Ruhepause im Hotel. Danach sind wir aber nochmal losgetigert, als die Temperaturen wieder etwas erträglicher wurden.

Ziel waren die Shukkeien Gardens, eine kleine grüne Oase mitten in Hiroshima. Wir hatten mit halb fünf eine schöne Zeit erwischt, das Licht war toll, die Hitze etwas abgeschwächt und es waren nur ganz wenige Leute unterwegs. Um 18 Uhr schließt der Garten und ein netter Herr gab uns 20 Minuten vorher Bescheid, dass wir uns bald dem Ausgang nähern sollten. Die vielen Kois im Wasser waren ein toller Anblick, rundherum die tolle Gestaltung, es war echt erholsam. Laut Wikipedia wurde der Garten 1619 in Auftrag gegeben und während des Atombombenabwurfs 1945 komplett zerstört. Im Garten steht noch ein alter Ginkgobaum, der ungefähr 200 Jahre alt ist. Er hat die Atombombe zwar überlebt, aber die Druckwelle hat ihn arg verbogen. Durch Beschneiden der Äste versucht man, ein Umstürzen zu verhindern. Der Garten ist ein Wandelgarten, sein Name bedeutet wohl konstruierte Landschaft. So gesehen, findet man hier japanische Landschaften im Kleinformat wieder, einen Hügel, der den Mount Fuji darstellen soll.

Wir haben die Ruhe sehr genossen.



Danach knurrte allerdings der Magen und wir wollten endlich mal das Okonomiyaki Hiroshima Style probieren, so wie es überall im Internet angepriesen wurde. Das reguläre Okonomiyaki hat uns ja schon gut geschmeckt. Also stapften wir einfach mal Richtung Nagata-ya, vor dem wir gestern schon die Leute haben warten sehen. Wenn viel los ist, gibt’s ja noch genügend andere Okonomiyaki-Restaurants auf der Ecke. Offenbar war aber kurz vor halb sieben eine gute Zeit. Der Laden war zwar voll aber es gab keine Warteschlange. Also bekamen wir einen Tisch und los gings. Wir hatten uns für ein Okonomiyaki Special mit Käse und ein Okonomiyaki mit Kimchi entschieden. Beide waren lecker und eine große Portion. Auch wenn alles ziemlich durchgetaktet erschien, haben wir das Abendessen sehr genossen. Ob es jetzt die besten Okonomiyaki Japans sind, können wir zwar nicht sagen, aber sie haben uns geschmeckt und das ist alles was zählt. Den Köchen dabei zuzuschauen, war aber schon eine tolle Erfahrung.


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