Bestellt man Tee oder Kaffee, wird man immer gefragt ob man heiß oder kalt möchte. Dass man heißen Kaffee oder Tee möchte, ist hier nicht selbstverständlich.

Die Japaner sind Weltmeister, was Plastikverpackungen angeht, trennen Müll aber dafür rigoros. Öffentliche Mülleimer gibt es aber dafür kaum. Jeder schleppt seinen Müll mit nach Hause bzw. zu speziellen Entsorgungsstationen. Wer hier Zero-Waste unterwegs sein will, muss da echt schon Hardcore drauf sein. Das Toilettenpapier ist dafür auch hauchdünn.

Die meisten Toiletten haben eingebaute Bidets, was ich persönlich super angenehm finde. Die Klobrillen sind oftmals beheizt. Auf den öffentlichen Toiletten werden jegliche Geschäftsgeräusche von Vogelzwitschern und plätschernden Bächen übertönt. Das eigene Geschäft darf quasi niemanden belästigen.

Rauchen ist draußen nur an bestimmten Plätzen erlaubt. Irrerweise kann man in vielen Bars und Izakayas rauchen. Aktuell warten wir auf unsere erste Shinkansenfahrt am Bahnhof Shin-Osaka. Hier gibt es ein kleines Restaurant, wo man rauchen darf. Beim betreten wird man darauf hingewiesen, dass hier ‚all smoking‘ ist und der Raucherbereich nicht abgetrennt. Wir haben die Wahl draußen in einem abgesperrten Raucherbereich bei 31 Grad in der prallen Sonne zu rauchen oder hier bei was zu essen und trinken. Diese Wahl fiel nicht schwer.

Die Ubahn in Osaka ist übrigens top. Die Haltestellen haben zusätzlich Nummern je nach Linie. So ist z. B. die Haltestelle Shin-Osaka auf der Midosuji-Linie die Station M13. Osaka-Namba, wo unser Hotel war, ist z.B. auf der Midosuji-Linie die M20, auf der Yotsubashi-Linie die Y15, auf der Sennichimae-Linie die S16. Das macht es sehr leicht, sich zu orientieren. An den Stationen folgt man einfach den Farben der jeweiligen Linien. Suica- und Pasmocard wurden einwandfrei akzeptiert, wir haben auf beide je 1000 Yen draufgepackt, werden aber wohl viel auch die Daypasses nutzen, weil die sehr viel günstiger sind.

Unser Hotel Kanade in Osaka Namba war sehr sauber und nett. Allerdings typisch für fast alle japanischen Hotels sind die Zimmer und die Betten recht klein. Die Dusche ist für Menschen über 1,80m schon eine Herausforderung. Es gab auf dem Zimmer eine Klimaanlage, die recht leise lief. Einen Luftfilter und eine Sprühflasche mit duftendem Wasser, um die Luft etwas zu befeuchten. Das braucht man echt dringend, weil die trockne Klimaanlagenluft ganz schön auf die Nasenschleimhäute geht. Im Badezimmer gabs echt alles, selbst verpackte Zahnbürsten, Bodylotion, Feuchtigkeitscremes, Wattestäbchen, Einwegrasierer und Rasiercreme. Müllproduktion pur.

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