„Nullsummenspiel“
Originaltitel: Zero Sum game
Autorin: S. L. Huang
337 Seiten / eBook
ISBN: 9783641239763
Verlag: Heyne
[Werbung, da Rezensionsexemplar]

Privatermittlerin Cas Russell ist nicht einfach nur gut in Mathe – sie ist ein Mathe-Genie. Aufgrund ihrer einzigartigen Fähigkeit, Vektoren vor ihrem inneren Auge zu sehen, ist selbst der härteste Gegner mit der größten Knarre chancenlos gegen sie. Doch ihr neuester Fall führt Cas in die Tiefen der Unterwelt, wo sie es mit dem Puppenspieler zu tun bekommt, dessen übersinnliche Fähigkeiten die von Cas bei Weitem übersteigen. Und plötzlich weiß sie nicht mehr, welche Gedanken ihre eigenen sind und welche ihr der Puppenspieler eingepflanzt hat …

Nullsummenspiel ist ein Actionfilm in Buchform. Zumindest liest es sich so. Die Handlung ist überschaubar, etwas löchrig und nicht wirklich originell. Der Zuschauer Leser wird von Actionszene zu Actionszene katapultiert, die Zwischensequenzen sind mit vielen lockeren Sprüchen und typischer Actionhero-Coolness gespickt.

Protagonistin Cas ist ein Mathegenie. Sie sieht alles in Formeln und Zahlen, kann in Sekundenbruchteilen Vektoren usw. berechnen. Ein Mathenerd als Actionheldin. Coole Idee eigentlich. Dazu kommt, dass sie nicht-weiß ist und auch ein Teil der Nebenfiguren nicht-weiß sind, einer sogar mit körperlicher Behinderung. Cas ist mit einem losen Mundwerk ausgestattet und auch sonst kein sehr sozialer Mensch. Sie lebt von ihren Aufträgen und ist ansonsten eine echte Einzelgängerin. Bis auf Rio, einem mordenden Psychopathen mit einem etwas schräg ausgelegten christlichen Glauben, hat sie keine wahren Freunde.

Das ändert sich, als ihr aktueller Fall sich als eine Hausnummer zu hoch für sie entpuppt und sie gezwungen wird, anderen Menschen zu vertrauen.

Mit Cas wurde ich leider nicht so richtig warm, auch wenn die Figur im Laufe des Romans doch so ein bisschen eine kleine persönliche Entwicklung durchlaufen hat. Für mich war das allerdings zu wenig.

Andererseits fand ich Checker und Arthur ganz interessante Figuren und auch Rio war irgendwie faszinierend.

Der Showdown am Ende war hollywoodtypisch sehr episch und auch wenn das Ende vielleicht nicht so kam, wie ich es mir gewünscht hatte, war ich doch ganz zufrieden.

Alles in allem ist Nullsummenspiel ein Roman, der mich echt super unterhalten hat. Die Sprüche waren witzig und wohl platziert.

Zusammenfassend würde ich für Nullsummenspiel ruhigen Gewissens eine Leseempfehlung aussprechen. Amüsante und actionreiche Popcornunterhaltung, die Spaß macht. Es muss nicht immer in die Tiefe gehen.


Anmerkung: Da es sich bei diesem Buch um ein zur Verfügung gestelltes Rezensionsexemplar handelt, muss ich diesen Beitrag als Werbung kennzeichnen. Ich möchte allerdings versichern, dass die verfasste Rezension meine ehrliche Meinung wiedergibt und nicht von der Tatsache, dass es sich um ein Rezensionsexemplar handelt, beeinflusst wurde. Denn ganz ehrlich, Rezensionen hätten keinen Sinn, wenn sie nicht ehrlich wären. Ich bedanke mich beim Heyne Verlag und dem Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.

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