„Die zweite Erde – Folge 1 – Absturz“
Autor: Christian Humberg
108 Seiten / eBook
ISBN: 9783732559695
Verlag: beBeyond
[Werbung, da Rezensionsexemplar]

EINE VERZWEIFELTE MISSION.
EINE HANDVOLL ÜBERLEBENDER.
EIN GEHEIMNISVOLLER PLANET.
Kriege, Umweltzerstörung und Seuchen – die Erde des 22. Jahrhunderts steht vor dem Kollaps. Das Ende der Menschheit droht! Daher soll die Terraforming-Mission Genesis einen weit entfernten, erdähnlichen Planeten urbar machen. 

Doch es kommt zur Katastrophe, und die Genesis stürzt auf einem unwirtlichen Gesteinsbrocken ab. Wie konnte das passieren? Was erwartet die wenigen Überlebenden auf diesem unbekannten Planeten? Und werden sie die Erde je wiedersehen?

FOLGE 1: ABSTURZ
Die Technikerin Zoe Chu hat nichts mehr zu verlieren: Aus diesem Grund meldet sie sich für die Mission Genesis – eine Reise, von der sie vermutlich nie zurückkehren wird. Kurz vor der Ankunft wird sie aus dem Kälteschlaf geweckt: Die Genesis ist in einen Meteoritenhagel geraten! Wie Geschosse schlagen die Steine in das Raumschiff ein … und Zoe ist die einzige, die die völlige Vernichtung der Genesis verhindern kann!

Als bei Bastei Lübbe eine neue Dranbleiber-Reihe von Christian Humberg angekündigt wurde, musste ich glatt stöbern gehen. Die Dranbleiber-Reihen haben mir bisher sehr gut gefallen und Christian Humbergs Werke mag ich sehr gern. Und Science Fiction ja sowieso. Die Prämisse versprach dann auch glatt ein spannendes und unterhaltsames Lesevergnügen.

Mit Folge 1 steigen wir also direkt ein in die Reihe Die zweite Erde. Technikerin Zoe Chu (weibliche, nicht-weiße Protagonistin: check!) wird unsanft aus dem Kälteschlaf geweckt und versucht herauszufinden, was passiert ist. Schnell wird ihr klar, dass die Genesis abstürzen wird. Dass die schiffseigene KI namens Steve nicht sehr hilfsbereit ist, macht die Sache nur noch schwieriger. Parallel zu den Ereignissen auf der Genesis erfahren wir in Rückblenden mehr über Zoes Leben und den Tod ihrer Partnerin – Zoe ist also nicht nur eine weibliche, nicht-weiße Hauptfigur. Sie ist noch dazu nicht hetero. Fetzt. Ihre Hintergrundgeschichte beschreibt die Situation für die Durchschnittsbevölkerung auf der Erde sehr gut und ich empfand Zoes Vergangenheit als sehr tragisch. Insgesamt war sie mir von Anfang an sympathisch und ich bin super gespannt, wie es nach dem Absturz der Genesis weitergehen wird.

Die ist nämlich nicht an ihrem Ziel angekommen, sondern auf einem Planeten abgestürzt, der so gar nichts für Menschen zu bieten hat.

Auch weitere Figuren wurden eingeführt, aber der Hauptfokus lag auf Zoes Handlungen und ihrer Vergangenheit. Es wird schon deutlich, dass hier jede Menge Konfliktpotential in der Gruppe der Überlebenden vorhanden ist, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Das einzige Manko ist, dass die Dranbleiber-Folgen immer nur knappe 100 Seiten haben, die viel zu schnell gelesen sind und man dann hibbelnd auf die nächste Folge warten muss.

Auf Folge 2 bin ich jedenfalls schon riesig gespannt und freue mich sehr drauf. Der Anfang ist jedenfalls gemacht und vielversprechend. Humberg kann eben einfach gut schreiben. Er beherrscht sein Handwerk und ist auch sonst ein äußerst sympathischer Mensch, der auf der Fedcon viele Besucher jedes Jahr zu begeistern weiß.

Die zweite Erde – Absturz ist ein toller Auftakt zu einer vielversprechenden ScienceFiction-Reihe. Absolut empfehlenswert für Genre-Einsteiger, die es mal probieren möchten, sich aber von umfangreicheren Büchern eher abgeschreckt fühlen. Ich persönlich finde es absolut klasse, dass Bastei Lübbe hier ein schönes Format gefunden hat, das scifi-begeisterten Leseratten ausreichend Lesefutter bietet und vielleicht den einen oder anderen Neuling vom Genre überzeugen kann. Bitte mehr davon.

Anmerkung: Da es sich bei diesem Buch um ein zur Verfügung gestelltes Rezensionsexemplar handelt, muss ich diesen Beitrag als Werbung kennzeichnen. Ich möchte allerdings versichern, dass die verfasste Rezension meine ehrliche Meinung wiedergibt und nicht von der Tatsache, dass es sich um ein Rezensionsexemplar handelt, beeinflusst wurde. Denn ganz ehrlich, Rezensionen hätten keinen Sinn, wenn sie nicht ehrlich wären. Ich bedanke mich beim Verlag Bastei Lübbe und seinem Imprint beBeyond für das Rezensionsexemplar.

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2 Kommentare zu „Humberg, Christian – Die zweite Erde – Folge 1 – Absturz

  1. Hi Grit,

    oh die Reihe hört sich verboten gut an – genau das richtige für mich und meinen E-Reader. Generell kommen in den letzten Jahren immer mehr Reihen, die nicht mehr gedruckt werden, als Ebook wieder, was ich eine ziemlich gute Sache finde.

    Und ich bewundere es ( das wollte ich schon länger mal schreiben! ), wie VIEL Sci-Fi du liest … ich wünschte, ich würde so viel in dem Bereich lesen, aber irgendwie komme ich von diesem Vorsatz immer wieder ab. Ich sollte wohl öfter bei dir stöbern und mir all deine Empfehlungen zu Herzen nehmen.

    Anyway, auf jeden Fall werde ich mal in die Leseprobe hineinschnuppern und sehen, wie gut mir die Geschichte gefällt. Danke fürs Aufmerksam-Machen!

    Liebste Grüße,
    Antonie

    • Ich LIEBE episodische Buchreihen. Man muss zwar immer warten, bis eine neue Folge rauskommt, aber ich liebe einfach das Konzept der ‚kurzen‘ Folgen, die man so ganz gemütlich wegsnacken kann. Und Christian Humberg kann ja sehr gut schreiben. Ich glaube nicht, dass er überhaupt schlechte Bücher produzieren kann. Ich mag seinen Stil zu schreiben und eine Geschichte erzählerisch aufzubauen. Im Deutschen Scifi-Bereich gehört er zu meinen Favoriten.

      Und ebenfalls positiv an diesen Reihen ist, dass man sie getrost zur Seite legen kann, wenn einen die erste Folge nicht so richtig anfixt.

      In der Hinsicht bin ich allgemein großer Fan der Dranbleiberserien, die Lübbe da in seinem eBook-Imprint auf die Beine gestellt hat. Auch bei den Cosy Crime-Reihen. 😀

      Ja, ich muss gestehen, dass ich sehr festgelesen bin in meiner kleinen Leseecke. In Buchhandlungen ziehts mich immer erstmal zum Scifi-Regal, wo ich mich erst durch das ganze Fantasy wühlen muss, das dazwischen steht, bevor ich was für mich entdecke. Ich versuche immer wieder mal, da auszubrechen, aber es gelingt mir nicht soooo oft. Eigentlich auch wieder sehr schade.

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