„Erased“ 
Autor: Jürgen Albers
388 Seiten / Taschenbuch
ISBN: 3740761792
Verlag: Twentysix
[Werbung, da Rezensionsexemplar]

Erased entführt seine Leser in das britische Königreich des Jahres 1947. Nach den Erschütterungen des Weltkrieges ordnet sich die Welt neu und die Menschen suchen eine Zukunft für sich. Der Scotland Yard-Beamte Charles Norcott, ausgeliehen an die Universität Oxford, hofft auf eine ruhige Zeit. Doch die ehrwürdige Hochschule hütet mehr als ein Geheimnis und als eine Bombe die Stille zerreißt, beginnt eine Jagd auf einen unsichtbaren Gegner. 

Erased ist Band 2 der Fälle von Inspektor Norcott. Wie bereits im ersten Band Crossroads entführt uns Jürgen Albers ins England der 40er Jahre. Dieses Mal sind wir jedoch im Oxford des Jahres 1947. Norcott soll eigentlich Vorlesungen halten, wird aber schnell darum gebeten, die Ermittlungen zu übernehmen, als es zu unerklärlichen Vorfällen rund um einen der Professoren kommt und danach auch zu Todesfällen.

Ich hatte im Laufe des Buches eine Ahnung, wer der Täter sein könnte und warum und diese Ahnung wurde auch am Schluss bestätigt. Die Atmosphäre ist einfach hervorragend eingefangen und die geschichtlichen Hintergründe runden das Gesamtbild super ab. Norcott begegnet in Oxford auf einem Teil der Inklings, was mir vielleicht das eine oder andere Fangirlquietschen entlockt hat. Aber mal ehrlich, wer quietscht nicht vor Freude, wenn der Protagonist mal eben C.S. Lewis begegnet. Herrlich. Das war wirklich ein wunderbares Bonusschmankerl für jeden Bücherwurm.

Norcotts Ermittlungen sind von seinen Vorgesetzten hauptsächlich politisch motiviert, befinden wir uns doch am Anfang der sehr jungen Atomforschung und den konkurrierenden Ländern, um eine Vormachtsstellung.

Dabei werfen ihm aber nicht nur die Wissenschaftler selbst durch fehlende Kooperation Knüppel zwischen die Beine sondern auch die örtliche Polizei, die sich übergangen und zur Seite gedrängt fühlt.

Souverän erzählt und spannend bis zum Schluss glänzt Erased erneut mit realistischen Figuren, die den Leser um den Finger wickeln, und mit vielen geschichtlichen Details, die mir das Gefühl gaben, diese Zeit wirklich erlebt zu haben.

Erased steht Crossroads in nichts nach und hat mich sogar noch mehr begeistert, als das erste Buch. Dabei sind Schreib- und Erzählstil nicht reißerisch und sensationsheischend sondern einfach nur souverän und solide. Die Atmosphäre ist klasse eingefangen und lässt das Oxford dieser Zeit vor dem inneren Auge zu Leben erwachen. Norcott selbst mag ich als Figur einfach sehr und auch Norcotts Team ist sehr liebenswert und sympathisch. Ich freue mich auf mehr.

Anmerkung: Da es sich bei diesem Buch um ein zur Verfügung gestelltes Rezensionsexemplar handelt, muss ich diesen Beitrag als Werbung kennzeichnen. Ich möchte allerdings versichern, dass die verfasste Rezension meine ehrliche Meinung wiedergibt und nicht von der Tatsache, dass es sich um ein Rezensionsexemplar handelt, beeinflusst wurde. Denn ganz ehrlich, Rezensionen hätten keinen Sinn, wenn sie nicht ehrlich wären. Ich bedanke mich beim Autor Jürgen Albers für das Rezensionsexemplar.

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