„Friedhof der Kuscheltiere“
Originaltitel: Pet Semetary
Autor: Stephen King
606 Seiten / Taschenbuch
ISBN: 3453435796
Verlag: Heyne

Als neuer Universitätsarzt zieht der junge Louis Creeds mit seiner Frau und seinen Kindern nach Ludlow, Maine. Ein wunderbares Haus in herrlicher Landschaft erwartet die Familie. Einziger Haken: Das Haus liegt direkt an einer vielbefahrenen Straße, und schon bald wird die Katze der Creeds überfahren. Die Beerdigung des geliebten Tierchens auf einem alten, geheimnisvollen Indianerfriedhof bleibt nicht ohne Folgen: Das Tier kehrt lebendig zurück, ein bisschen aggressiv, ein bisschen böse. Dann wird auch noch Louis‘ Sohn Opfer der Landstraße und der Horror kann beginnen.

Friedhof der Kuscheltiere war ein Reread für mich und ich muss gestehen, dass ich dieses Buch lange vor mir hergeschoben habe. Warum, kann ich gar nicht so genau sagen. Ich war irgendwie nicht in Stimmung dafür wie es scheint. Nachdem die Liste der noch zu lesenden King-Bücher nun echt nicht mehr lang ist, konnte ich es nicht weiter hinauszögern. Und dabei hätte ich gar keinen Grund gehabt, mich so davor zu drücken, denn ab der ersten Seite zog mich die Geschichte gleich wieder voll in ihren Bann.

Was für ein geniales Buch. Vielleicht hatte ich ja Angst, der Reread könne nicht mit meiner Erinnerung an das Buch mithalten, aber diese Angst war unbegründet.

Der Reread war genauso gut wie das erste Lesen. Die Atmosphäre bedrückend und düster. Es war gut, dass ich mich nicht mehr an Einzelheiten erinnern konnte. Die Spannung blieb einfach durchgehend erhalten. Die Figuren sind vielleicht ein kleines bisschen überspitzt, aber die Angst vor Tod und Verlust kommt einfach nur glaubhaft rüber. Die Trauer der Familie, als der Sohn tödlich verunglückt, hat mich wie ein Vorschlaghammer mit voller Wucht getroffen und auch wenn Louis seinen Sohn wider besseren Wissens auf dem Tierfriedhof begräbt, so war da doch immer dieses kleine Fünkchen Hoffnung, dass alles gut wird.

Wurde es nicht und es war grausam.

Ein Element im Horror versetzt mich immer in Angst und Schrecken und das sind gruselige Kinder. In Friedhof der Kuscheltiere ist es genau dieser Horror, der mich erneut gepackt hat, mehr noch als damals. Ich weiß, es gibt einige, die dieses Buch nicht mögen, aber für mich ist Friedhof der Kuscheltiere ein Klassiker der Horrorliteratur schlechthin und meisterhaft erzählt. Vor dem nächsten Reread werde ich mich definitiv nicht drücken.


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5 Comments on “King, Stephen – Friedhof der Kuscheltiere

  1. Hey!
    Ich glaube dieses Buch von King könnte mir auch gefallen. 🙂 Ich finde es hört sich echt spannend an, der Klappentext würde mich ansprechen.
    Liebe Grüße, Aurora

    • Huhu Aurora,

      das könnte gut sein. Friedhof der Kuscheltiere ist wie Shining und Es einer der Klassiker von Stephen King und echt soviel mehr als nur purer Horror. Wenn Du es lesen solltest, bin ich sehr gespannt auf Deine Meinung.
      LG
      Grit

  2. Guten Morgen!
    Mit dem Friedhof verbinde ich irgendwie meine Jugend auf dem Zeltplatz. Damals hab ich diesen Schinken in drei langen Sommerwochen zum ersten Mal gelesen und meine Liebe zu King entdeckt. Ich bin froh, dass du dieses Buch immer noch so gut findest! 🙂

    Sonnigste Grüße!
    Gabriela

    • Huhu Gabriela,
      Friedhof der Kuscheltiere oder Shining waren mein Einstieg in Kings Welt. Ich weiß leider nicht mehr, welches ich davon zuerst gelesen habe, deswegen teilen sich beide den Platz des ‚mein erstes Stephen King-Buch‘. Da war ich 14 oder so. Irgendwann Anfang der 90er wars. Ich hab ja grad Es in der Mache und auch das hatte ich bis zuletzt vor mir hergeschoben. Erneut völlig grundlos. Es ist genauso toll wie beim ersten Mal. Hach. Ich hab keine Ahnung woher diese Angst kommt, die Bücher könnten mir jetzt nicht mehr gefallen.

      • Diese Angst kenn ich aber auch! Vllt weil man denkt, man könnte die Geschichte mit der Zeit verklärt haben?
        ES will ich auch irgendwann nochmal lesen, ich habe den Club der Verlierer ja so sehr geliebt! ❤️

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