„Basar der bösen Träume“
Originaltitel: The Bazaar of bad dreams
Autor: Stephen King
765 Seiten / gebundene Ausgabe
ISBN: 3453270231
Verlag: Heyne

Hier werden Albträume wahr. Abermals legt Stephen King, u. a. Träger des renommierten »O.-Henry-Preises«, eine umfassende und vielseitige Kurzgeschichtensammlung vor. Von den insgesamt 20 Storys wurden bislang erst drei auf Deutsch veröffentlicht. Die Originale erschienen teilweise in Zeitschriften; andere sind bislang gänzlich unveröffentlicht. 
Nicht immer blanker Horror, aber immer psychologisch packend und manchmal schlicht schmerzhaft wie ein Schlag in die Magengrube – Geschichten, die uns einladen, Stephen Kings Meisterschaft im Erzählen aufs Neue beizuwohnen, oder, wie er selbst in seinem Basar der bösen Träume ausruft: »Hereinspaziert, ich habe die Geschichten eigens für Sie geschrieben. Aber seien Sie vorsichtig. Bestenfalls sind sie bissig und schnappen zu.« 

Die letzte Anthologie im Rahmen des King-Projekts mit 21 Kurzgeschichten. Eine davon ist Die Keksdose, die ich bereits separat online gelesen hatte.

Die restlichen 20 Geschichten sind folgende – wie immer habe ich mit der kürzesten beim Lesen angefangen, deswegen stehen die Seitenzahlen dahinter. Don’t judge me!

  • Raststätte Mile 81 (58 Seiten)
  • Premium Harmony (12 Seiten)
  • Batman und Robin haben einen Disput (15 Seiten)
  • Die Düne (16 Seiten)
  • Böser kleiner Junge (50 Seiten)
  • Ein Tod (14 Seiten)
  • Die Knochenkirche (9 Seiten)
  • Moral (31 Seiten)
  • Leben nach dem Tod (16 Seiten)
  • Ur (73 Seiten)
  • Herman Wouk lebt noch (28 Seiten)
  • Ein bisschen angeschlagen (19 Seiten)
  • Blockade Billy (43 Seiten)
  • Mister Sahneschnitte (23 Seiten)
  • Tommy (5 Seiten)
  • Der kleine grüne Gott der Qual (28 Seiten)
  • Jener Bus ist eine andere Welt (11 Seiten)
  • Nachrufe (43 Seiten)
  • Feuerwerksrausch (32 Seiten)
  • Sommerdonner (15 Seiten)

Von diesen Geschichten gingen mir alle unter die Haut. Es war keine dabei, die mich nicht irgendwie emotional berührte, abstieß, gruselte, ekelte, wütend machte oder mich amüsierte.

Die Themen sind wie immer extrem vielfältig und jeder Kurzgeschichte sind Anmerkungen von Stephen King vorangestellt. Und Herman Wouk lebt tatsächlich noch, er ist mittlerweile 104 Jahre alt. (ja, ich musste das Googeln)

Gegenwärtig sind bei vielen Geschichten die Themen altern und der Tod. Stephen King ist selbst mittlerweile fast 72, ein Alter, in dem den Menschen der eigene Tod offenbar sehr viel bewusster wird. Aber auch seinen schweren Unfall vor vielen Jahren hat King in seinen Geschichten verarbeitet, ebenso seine eigene Drogenabhängigkeit und die Alkoholsucht.

Basar der Bösen Träume reiht sich damit ein in die Liste von Kings Kurzgeschichtensammlungen, die ich einfach nur weiterempfehlen möchte. Und dass uns bei Ur auch der Dunkle Turm wieder begegnet, sollte den geneigten King-Leser nicht mehr überraschen. King referenziert sich oftmals selbst und bei den gigantischen fiktiven Welten, die er geschaffen hat, kann er das ruhig immer wieder machen.

Basar der Bösen Träume ist für mich eine geniale Sammlung. Alle Geschichten haben mich begeistert und durch die wieder sehr unterschiedliche Länge der einzelnen Geschichten, kann man dieses Buch auch locker mal zwischendrin für 20 Minuten Lesezeit zur Hand nehmen, auch wenn die Versuchung groß sein wird, alle Geschichten auf einmal zu lesen. Klare Leseempfehlung von meiner Seite.


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