„Weisse Magie – Vorsicht Stufe“
Originaltitel: Fool me once (Tarot Mysteries #2)
Autor: Steve Hockensmith
243 Seiten / eBook
ISBN: 3423216646
Verlag: dtv

Alanis McLachlan hat von ihrer Mutter einen Tarotladen in Arizona geerbt. Fürs Erste hat sie alle Hände voll zu tun, die Kunden ausfindig zu machen, die von ihrer Mutter übers Ohr gehauen wurden, und Wiedergutmachung zu leisten. Als Marsha, eine treue Kundin, sie um Rat bittet, weil sie von ihrem Mann misshandelt wird, versucht Alanis ihr zu helfen. Die Folgen sind teils unerwartet: Binnen kurzem wird der Mann ermordet aufgefunden, und seine Ehefrau steht unter Verdacht. Wieder einmal setzt Alanis ihr bewährtes Tarot-Handbuch ein, um einen Killer zu finden, und wieder wird es auch für sie selbst höchst gefährlich. Aber zumindest hat sie – gesunde Skepsis hin oder her – tarotmäßig inzwischen wirklich etwas auf dem Kasten!

Vorsicht Stufe knüpft zwei Wochen nach den Ereignissen aus Band 1 an. Alanis versucht sich als rechtschaffene Bürgerin und kämpft mit den Vorurteilen ihrer Nachbarn. Passend dazu möchte Lucia, eine ehemalige Kundin ihrer verstorbenen Mutter, Alanis mit ihrem Sohn Victor verkuppeln, der jedoch so gar nicht begeistert ist von den Plänen seiner Mutter. Victor wusste, dass Alanis‘ Mutter Athena damals Lucia all ihren Schmuck abgeschwatzt hatte und auch als Alanis diesen Schmuck erfolgreich aufstöbert und zurückbringt, war das noch lange kein Grund für Victor, Alanis zu vertrauen. Was wiederum Lucia so gar nicht von ihren Verkupplungsversuchen abhält.

In Band 1 sind wir bereits Marsha Riggs begegnet, die zu den Stammkunden des Weisse Magie gehörte, und die es mit Hilfe von Alanis geschafft hat, sich von ihrem brutalen Mann zu trennen. Ok, Alanis hat da ein bisschen nachgeholfen, aber das könnt Ihr in Band 1 selbst nachlesen.

Als Marshas Mann ermordet aufgefunden und Marsha des Mordes angeklagt werden soll, macht sich Alanis auf die Suche nach dem Mörder. Mit Victors Hilfe, der davon nicht sehr begeistert ist, weil er sein ruhiges Leben sehr mag, und mit Hilfe von Fletcher, einem Kleinkriminellen, der mit Marshas Mann kurz im Gefängnis saß, gerät Alanis in so allerlei verrückte Situationen.

Fletcher ist hier eindeutig der Bad Boy und Victor der ruhige, normale nette Kerl von nebenan. Schreit nach Liebesdreieck? Ja, dachte ich auch. Aber hey, es gibt Autoren, die können einen überraschen. Und Alanis will ja eigentlich nur ein ruhiges und normales Leben führen. Da ist ihr schon klar, dass Fletcher da nicht so reinpasst.

Fassen wir zusammen:
Weibliche Heldin? – check
Weibliche Heldin, die sich nicht vom Bad Boy einlullen lässt? – check
Weibliche Heldin, die ihr Hirn nicht an der Garderobe abgibt, sobald ein Kerl auftaucht? – check
Person of Colour & Queer? – doppelcheck
Jede Menge skurrile Figuren? – check

Die Handlung ist wie in Band 1 eher hanebüchen und überschaubar, aber die liebenswürdigen Figuren, der Humor und Alanis‘ großes Mundwerk machen das Ganze wieder wett. Ich glaube, in diesem Genre liest man nicht unbedingt wegen einer spannenden Ermittlung sondern wegen dem Drumherum. Vorsicht Stufe ist ein echter Wohlfühlkrimi und macht einfach nur Spaß.


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