Zum einen hatte ich letzte Woche Urlaub, zum anderen hat mich die Woche davor eine Nierenbeckenentzündung außer Gefecht gesetzt, die sich klammheimlich angeschlichen hat. Aber die habe ich Gott sei Dank gut überstanden, auch wenn die Antibiotika schon echte Hammertabletten waren.

Die Woche Urlaub konnte ich trotzdem genießen und habe das auch ausgiebig getan. Auf meinen Wunsch hin haben der Lieblingsmensch und ich daheim geurlaubt. Verreisen ist zwar schön und toll, aber doch auch in gewisser Weise anstrengend. Da hat die Woche daheim schon sehr gut getan. Den ersten Urlaubstag am Montag begannen wir nochmal mit einer Nachkontrolle beim Arzt, danach gingen wir nach der Diagnose ‚gesund‘ schön in der Stadt beim Rischart frühstücken. Da direkt nebenan ein Hugendubel ist, an dem ich nie vorbeigehen kann ohne wenigstens mal kurz reinzuschauen, sind wir dort dann ein bisschen eskaliert und es sind 13 Bücher eingezogen.

Der Lieblingsmensch ist bei der Jubiläumsausgabe von Harry Potter schwach geworden und ich konnte den beiden schicken Ausgaben von „Die unendliche Geschichte“ und „Momo“ nicht wiederstehen. Da ich gern mehr von Jasper Fforde lesen möchte, musste auch der erste Thursday Next-Band mit „Der Fall Jane Eyre“. „64“ ist ein japanischer Roman, der optisch gut ins Regal neben „Das Auge von Hongkong“ passt. „Es“ zog in der Neuauflage ein, weil die alte Ausgabe so kaputt und zerlesen ist, dass sie zerfällt. „Pandemie“ war ein Versehenskauf, weil ich das Buch zum Klappentext lesen in der Hand hatte, als der Lieblingsmensch vor Harry Potter stand und ich dann komplett vergaß, es zurückzulegen. Also wanderte es mit über die Kasse und die Einkaufstasche.

Nach dem Hugendubel gings dann nochmal schnell beim Sport Scheck vorbei, wo zwei Manchester City Jacken gerade runtergesetzt waren. Die mussten dann auch mit. Nicht, dass wir davon schon genügend hätten.

Dienstag fuhren wir nach Landshut, weil der Lieblingsmensch dort einen Termin hatte. Der dortige Hugendubel wurde dann auch noch zwei Bücher an uns los („1984“ von Orwell und „Fauler Zauber“ von Diana Wynne Jones) und anschließend kauften wir noch den Landshuter Handarbeitsladen leer, weil die Garn im Angebot hatten. Zum Mittagessen gings dann ins Pallas Athene, mein Lieblingsrestaurant in Landshut und anschließend zu den Schwiegereltern zu Kaffee und Kuchen.

Mittwoch legten wir uns auf die faule Haut und am Donnerstag starteten wir die Tubechallenge 2019 auf dem Münchner S-Bahnnetz. Der Plan sah 13 Stunden 40 Minuten vor und 95 Stationen lang lief alles wie geschmiert. Danach kam eine Stellwerkstörung, die die Stammstrecke lahmlegte und uns den Anschluss nach Moosach verwehrte. Auf der Ausweichstrecke gabs auch Verspätungen und nach Holzkirchen bin ich wieder nach Hause, weil es mir dann mit der ganzen Warterei doch zu kalt war für meine gerade auskurierten Nieren. Der Lieblingsmensch hat aber weitergemacht und alles geschafft. Gesamtzeit waren 15 Stunden und 21 Minuten. Im Juli wollen wir aber nochmals einen Versuch starten, um den ursprünglichen Plan zu schaffen. Mal sehen. Der Lieblingsmensch hat jetzt übrigens dazu auch eine Webseite: tubemapchallenge-muenchen.eu auf der er alle seine Beschreibungen online stellt bzw. schon online gestellt hat. Die Challenge haben wir mit Videokamera begleitet, aber das wird noch dauern, bis die Videos alle bearbeitet und zusammengeschnitten sind. Irgendwann wird die Webseite auch endgültig fertig sein. Aktuell basteln wir noch dran.

Freitag gings früh erstmal zum Ikea. Der Lieblingsmensch brauchte Billys.

Aufgebaut waren die ja schnell und eingeräumt ebenso. Meine Stephen King-Sammlung ist auch dort eingezogen, weil bei mir daheim einfach der Platz fehlt.

Freitagabend gings dann zum 5. Halbfinalspiel im Eishockey, EHC Red Bull München gegen die Augsburger Panther. Wir haben 1:0 gewonnen. Gestern hat München in Augsburg verloren. Am Dienstag ist das 7. Spiel und danach werden wir sehen, wer in der Finalserie gegen Mannheim antreten darf. Tickets für Dienstag haben wir selbstverständlich und ich freu mich wieder drauf, mit den anderen Fans in der Nordkurve unsere Jungs anzufeuern.

Samstag und Sonntag waren wir entsprechend faul und haben absolut nichts getan außer zu lesen und zu schlafen.

Die nächsten Tage kommen dann hier noch einige Rezensionen, die ich Euch noch schuldig bin. Beim King-Projekt habe ich immerhin einiges geschafft als ich krank war.

Die Häkelnadel habe ich auch ein bisschen geschwungen. Noch ein Lausweater ist in Arbeit und ich hab das Lost in Time-Tuch von Mijocrochet angenadelt. Mal sehen, wann beides fertig sein wird.

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2 Comments on “Es war mal wieder sehr still hier

  1. Nierenbeckenentzündung, autsch, gut dass es dir besser geht!

    Hugendubel = Billys … logisch … als ich den Namen zum allerersten Mal hörte, dachte ich, dass es der Name einer Konditorei war oder eine Eissorte, wie Hägen Daxzsxx oder wie man das schreibt … (o.k. Haagen Dazs dann eben). 😉 😀

    Ihr habt doch viel aus eurem Urlaub zuhause gemacht.

    Und was mir wirklich imponiert sind deine Häkeleien. Ich wusste gar nicht, dass man so tolle Muster häkeln kann wie bei dem Sweater. Da muss ich mal tiefer einsteigen. Bei Mijocrochet schaue ich auch ab und zu mal rein.

    Weiterhin gute Besserung und noch eine schöne Osterwoche!

    • Danke :* ja, ich liebe das Häkeln. Bin echt süchtig danach. Das mit den tollen Mustern kenne ich ja auch erst, seit ich meinen ersten Sweater gehäkelt habe. Und es ist so beeindruckend, WAS man alles machen kann. Die Sachen von Mijocrochet liebe ich auch, weil sie immer so tolle bunte Ideen hat. Ihre Trilian Square Decke hab ich ja auch noch in Arbeit, aber schon seit Monaten keinen Square mehr gehäkelt. Sollte ich bald mal revidieren. Aber ich liebe ihre Tücher. Ich liebe Tücher allgemein, wenn es nur nicht immer so ewig dauern würde, bis eins fertig ist. Je größer die werden, desto länger sitzt man an einer einzigen Reihe. Das ist dann schon doof für so ein ungeduldiges Etwas wie mich.

      Dir auch eine tolle Osterwoche <3

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