Wie irre, wie irre, der Winter ist fast geschafft.

Da ist der Februar schon nur 28 Tage lang aber trotzdem hat das Leben es geschafft, da tonnenweise Zeugs in die 28-mal-24-Stunden zu packen. Wahnsinn.

Wo fange ich am besten an?

Klar, mit der Lesestatistik:

Gelesene Bücher Februar: 13
Gelesene Bücher 2019: 24
Gelesene Seiten Februar: 4.909
Gelesene Seiten 2019: 9.725


Aber abgesehen vom Lesen war auch so einiges los. Das Ehrenamt rief laut und häufig. Meine erste offizielle Woche Bücherschrankdienst läuft gerade (davor war ich immer nur inoffiziell zum Aufräumen da) und wie jedes Mal sah es auch dieses Mal so aus:

Das sind tonnenweise jahrzehntealte Reiseführer, eine Bibel, Bildbände, Malbücher, die bereits ausgemalt wurden, Lebensratgeber aus den 50er Jahren, Readers Digest-Ausgaben, Bücher, die man nicht mal mit Handschuhen anfassen mag, DVDs, Musikcds, Videospielhüllen, Atlanten, Zeitschriften und dieses Mal neu, 10 Kassetten von der Fernuni Hagen. Ach, ein paar handgeschriebene Briefe von Anfang der 90er waren auch dazwischen. Alles Zeugs, das in einem ordentlichen offenen Bücherschrank nichts zu suchen hat.

Aber damit nicht genug: ein Herr rief mich eines Tages an und brüllte mich an, er wolle mich verklagen, weil er Fachbücher reingestellt hatte und erst am nächsten Tag gesehen hat, dass diese nicht eingestellt werden sollen und jetzt seien die doch weg und ob wir die aussortiert hätten und und und. Was für ein Terz. Am Ende legte er auf, rief später nochmals an und entschuldigte sich. Leute gibt’s.


Dann hatte ich im Februar auch meine Darmspiegelung und werde wohl um eine OP nicht mehr drum rumkommen. Da hab ich mir für den 22.05. mal einen Termin gemacht. Ich freu mich nicht drauf, aber es muss wohl leider sein.


Ich habe es außerdem geschafft, meinen LauSweater fertig zu häkeln und liebe ihn total. Jetzt häkle ich ihn nochmal, allerdings in Mint.


Der Kleinkunstabend war ebenfalls im Februar und ich hab mal wieder die Bar betreut. Leider gab’s danach noch einen bösen Absturz. Die Nacht verbrachte ich in Ulf-Anbetung vor dem Keramikthron und den Tag danach verkatert auf der Couch. Keine Ahnung, wo der Hammer herkam. Er kam jedenfalls. Kommt davon, wenn man sonst nie was trinkt. Der Kleinkunstabend war jedenfalls gut besucht und wir hatten alle viel Spaß.


Meine Senioren-Techniksprechstunde hat auch wieder Zuwachs bekommen. Mittlerweile ist die Gruppe so groß, dass ich überlege, es auf einen zweiten Termin auszuweiten, auch wenn ich dann noch einen Samstag weniger habe. Na mal sehen.


Am Wochenende waren wir außerdem in Manchester und haben Freunde besucht. Leider war es wie immer viel zu kurz und der Lieblingsmensch war noch dazu ziemlich erkältet, aber wir hatten trotzdem eine schöne Zeit. Wir wissen jetzt auch, dass man 80 Pfund-Strafe zahlen muss, wenn man einen Zigarettenstummel auf die Straße wirft. Das wird uns kein zweites Mal passieren.


Im übrigen habe ich meine ersten Rezensionsexemplare vom Fischer TOR-Verlag bekommen, worüber ich mich tierisch gefreut habe, denn Fischer TOR gehört für mich zu den Verlagen mit den meisten Büchern in meinem Lesegenre.

Ach und schlechte Neuigkeiten gabs auch: wie schon im letzten Jahr mussten wir auch dieses Jahr unseren Besuch der Leipziger Buchmesse absagen. Die Schnuteschwester bekommt eine neue Hüfte und geht danach nahtlos in die Reha über. Der Lieblingsmensch muss arbeiten und hat leider kein frei. Die Schnorchelschnute hatte also keinen Aufpasser und deswegen muss Frau Schnute daheim bleiben und das Aufpassen selbst übernehmen. Bevor jemand Tierpensionen vorschlägt: Ich bin kein Fan der Münchner Tierpensionen. Aus allen kam sie mit Brechdurchfall wieder. Und das Hundehotel am Flughafen ist für mich dann doch zu teuer für 4 Tage. Das war letztes Jahr im Sommer schon arg an der Grenze des Erträglichen, auch wenn die eigentlich jeden Cent wert sind.

Mama Schnute und ich haben also beschlossen, wir versuchen unser Glück nächstes Jahr. Aller guten Dinge sind drei, nicht wahr?

Ich werde also wieder mit Begeisterung und etwas Wehmut Euren Messebeiträgen folgen.

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22 Comments on “Huch, der Februar hat sich schon verabschiedet

  1. Ganz ernsthaft – ich habe mir noch nie um die Pflege der Bücherschränke Gedanken gemacht – so oberflächlich ist man manchmal. Schön, dass du es mal mitgeteilt hast.

    Ich bin so untalentiert im Häkeln und Stricken…deswegen bewundere ich deinen Pullover – sieht sehr gleichmässig aus..toll.

    Da war einiges los bei dir, den Monat…

    LG

    • Bei vielen offenen Bücherschränken ist immer das Problem, dass sie zwar hingestellt, aber danach nicht betreut werden. Unserer wird täglich kontrolliert. Ich habe da ein Team von 16 Leuten, die mich unterstützen. Das Aussortieren ist schon eine Menge Arbeit, vor allem weil viele nicht darüber nachdenken, was reingehört und was nicht. Aber das wussten wir vorher, dass das passieren wird.

      • Das kann ich mir vorstellen. Fachbücher würde ich nie rein stellten, so was gibt man dann eher der Leihe.
        Schön, dass du so aktiv unterstützt wirst😊

  2. Ich habe mich vor einigen Jahren einmal gewundert, weshalb ich in keiner Bibliothek meine Bücher losgeworden bin, die ich wohlgemerkt sehr pfleglich behandelt habe. Dann durfte ich mal beim Auspacken einiger gespendeter Kartons und Kisten zusehen. Erstes Detail? Die Handschuhe, die sich die Verantwortliche angezogen hat – und brauchte. Meine Güte, gehen Menschen oft mit Büchern um! Danach keine Nachfragen meinerseits mehr 🙂
    Dein Sweater sieht toll aus!
    Und für Mai alles Gute!

    • danke, das ist lieb 🙂
      Ich helfe in unserer Kirchenbücherei und da sehe ich auch oft, was die Leute so ’spenden‘. Es ist schon erschreckend, was manche meinen, sei noch ein lesbares Buch.

      Ich weiß auch nicht, woher das kommt, dass sich die wenigsten trauen, Bücher wegzuwerfen. Das musste ich auch beim Schrank erst lernen, dass das durchaus in Ordnung ist. Da ist Bücher ’spenden‘ und somit auf andere abwälzen sicherlich der einfachere Weg.

  3. Darmspiegelung, nicht so toll, aber Pullover: super, und der ist gehäkelt? Klasse!
    Hihi, Fachbücher im öffentlichen Bücherschrank, schon irgendwie witzig … 😉
    Jedenfalls hattest du bestimmt keine Langeweile!
    80 Pfund für einen Zigarettenstummel, aua, das tut weh. Ist das nur in Manchester so oder überall in England?

    • Das ist eine gute Frage. Wir wussten bis dato gar nicht, dass das überhaupt bestraft wird. Bisher kenne ich es also nur aus Manchester. Einerseits finde ich es ja richtig. Bei vielen Dingen muss man ja über den Geldbeutel der Leute gehen. Erzieherischer Effekt und all das. Ich hab mich halt nur geärgert, dass es mich erwischt hat. xD

  4. Hallöchen,

    klingt so, als hattest du einen ereignisreichen Monat, wobei du sicherlich auf Ereignisse, wie den Anruf und die Darmspiegelung hättest verzichten können. Ich hoffe, die OP wird heil verlaufen.
    Der Pullover sieht richtig toll aus. Respekt !

    Apropos Bücherschrank. In der Bibliothek hier im Kibbuz wird in letzter Zeit einiges an Büchern aussortiert und ich bin versucht, so viel mitzunehmen, aber es passt nicht in meinen Koffer :(.

    LG
    Elisa

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