„Im hohen Gras“
Originaltitel: In the tall grass
Autor: Joe Hill / Stephen King
46 Seiten / eBook
EAN: 9783641119850
Verlag: Heyne

Die unzertrennlichen Geschwister Becky und Cal machen einen Landausflug nach Kansas, wo die Prärie bis zum Horizont reicht. In dem mannshohen Gras hat sich ein kleiner Junge verlaufen und ruft um Hilfe. Es scheint, dass die Rettungsaktion von Becky und Cal zu einem Horrortrip wird …

Wow, der Klappentext hat nicht gelogen. Die Rettungsaktion wurde in der Tat ein Horrortrip. Für Im hohen Gras haben Stephen King und sein Sohn Joe Hill ihre schreiberischen Talente erneut kombiniert und rausgekommen ist eine Kurzgeschichte, die nicht nur mächtig unter die Haut geht, sondern an Gruseln und Ekel – so scheint’s zumindest – kaum übertroffen werden kann. 

Die Geschichte ist definitiv nichts für schwache Nerven und besonders Leser, die sich schwer damit tun, dass eine schwangere Frau misshandelt wird, der Übeltäter eine brutale, äußerst bildhafte Sprache dabei verwendet und die auch mit Kannibalismus nicht klar kommen, sollten besser die Finger davon lassen. Wer klaustrophobisch veranlagt ist, der sollte auch eher vorsichtig an die Sache rangehen. 

Ich selbst bin ja kein großer Fan von Labyrinthen und dergleichen. Und während mir in Das Mädchen schon ab und zu die Muffe sauste, weil sich das Mädchen verlaufen hatte, so hatte ich bei Im hohen Gras schon arg zu kämpfen. Das Lesen ging nur bei viel Licht in einem großen Raum. Soviel also dazu. 

Viel  zum Inhalt möchte ich nicht verraten. Cal und seine Schwester Becky, die im 6. Monat schwanger ist, hören einen Jungen rufen, der sich in einem riesigen Feld verlaufen hat, auf dem 2m hohes Gras wächst. Schon als sie das Feld betreten, wird schnell klar, dass hier so einiges nicht mit rechten Dingen vor sich geht. Und der Rest verursacht dann einfach nur Abscheu, Gänsehaut und Beklemmungen. 

Gelungener Horrortrip auf wenigen Seiten. Definitiv nichts für schwache Nerven. Klare Leseempfehlung für alle Gruselfans. 

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