„The Temporal Void“
Deutscher Titel: Im Sog der Zeit
Autor: Peter F. Hamilton
25St.10Min / Hörbuch
Sprecher: John Lee
880 Seiten / dt. Taschenbuch
ISBN deutsche Ausgabe: 3404208307
Verlag deutsche Ausgabe: Bastei Lübbe

Das Intersolare Commonwealth ist in Aufruhr. Mittendrin: Edeard, genannt der Waterwalker, ein Telepath mit wachsender Macht. Die Gefahr der „Leerengrenze“ ist nicht gebannt: ein Raumgebiet, das sich immer weiter ausdehnt, und wie ein schwarzes Loch alle Welten auf dem Weg verschlingt. Überdies rückt die Flotte des Ocisen Empire vor, zum Äußersten entschlossen. Ihr Ziel: Die Menschheit, die sich in interne Machtkämpfe verzettelt hat …

Nachdem „The Dreaming Void“, Teil 1 der Void-Trilogie, in der deutschen Übersetzung auf zwei Bände, „Träumende Leere“ und „Schwarze Welt“, aufgeteilt wurde, hat Bastei Lübbe den zweiten Teil „The Temporal Void“ in einem Band rausgebracht. Wie im ersten Teil folgt die Handlung zwei verschiedenen Hauptthemen. Zum einen, den Konflikten der einzelnen Fraktionen im Commonwealth-Universum und zum anderen dem weiteren Leben Edeards in der Stadt Makkathran, die sich in der Leere befindet. Während im ersten Teil die Ereginisse um Edeard oft die Erzählungen außerhalb  der Leere untebrochen hat, ist es in diesem Band genau anders herum. Ich muss gestehen, dass seine Geschichte und sein Weg so spannend und mitreißend sind, dass ich  die Ereignisse im Commonwealth am liebsten übersprungen hätte, um weiter Edeards Geschichte zu folgen. An sich ist das natürlich Blödsinn. Ich finde beide Handlungen interessant und spannend. Dass dabei in der Welt des Commonwealth noch eine zweite Welt existiert, in der Menschen telepathische und telekinetische Kräfte haben, funktioniert für die Geschichte meiner Meinung nach hervorragend. Der Leser erfährt von Edeards Leben erneut durch Inigos Träume und bestimmte Dinge über den weiteren Verlauf werden bei Gesprächen der Figuren immer wieder angedeutet.

Mit Hilfe des zweiten Träumers Araminta hat Justine Bernelli den Weg in die Leere geschafft und stellt dabei fest, dass die Leere aus Erinnerungen alle möglichen Planeten, Welten und Personen erschaffen kann. Dass Justine dabei Casimir wiederbegegnet ist fast ein bisschen klischeehaft aber irgendwie auch wieder schön, wenn man bedenkt, was Casimir ihr bedeutet hat.

Derweil werden im Commonwealth-Universum die Absichten der einzelnen Fraktionen immer deutlicher. Die Aggression und die Rücksichtslosigkeit, mit der Ethan und seine Living Dream-Anhänger Jagd auf Araminta machen, sind äußerst erschreckend. Araminta ist der Schlüssel zum Erfolg der Pilgerreise in die Leere und sie enttarnt sich selbst als der zweite Träumer, als sie Justine hilft, die Grenze der Leere zu überwinden und einen Weg hinein zu finden.

John Lee als Sprecher der englischen Hörbücher gefällt mir weiterhin sehr gut. Und auch wenn die Void-Trilogie (Das Dunkle Universum) selbst für sich genommen alleine funktioniert, so kann ich nur empfehlen, die Romane der Commonwealth-Saga vorher zu lesen. Ganz besonders dann, wenn man vorhat, diese sowieso zu lesen, denn viele Personen in der Void-Trilogie sind bereits Handlungsträger in den Commonwealth-Romanen und man würde sich selbst den Großteil der Commonwealth Saga spoilern, würde man die Void-Trilogie zuerst lesen.

Auch beim erneuten Lesen/Hören des Romans bin ich restlos begeistert. Dabei würde ich sogar behaupten, dass The Temporal Void einen Tick besser ist, als der erste Teil. Es hängt sicher viel davon ab, wie sehr man die Geschichte um Edeard in Makkathran mag, aber wer gern Hamilton liest, der wird sich hier bestimmt wohlfühlen.

 

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