„The Walking Dead: Der Anfang“
Originaltitel: The Walking Dead – Rise of the Governor / The Road to Woodbury.
Autoren: Robert Kirkman / Jay Bonansinga
836 Seiten / Taschenbuch
ISBN: 3453319486
Verlag: Heyne
[Werbung da Rezensionsexemplar]

Die Apokalypse: Eine weltweite Plage lässt die Toten wiederauferstehen und Jagd auf Menschenfleisch machen. Die wenigen Überlebenden fliehen in Angst und Schrecken – bis auf einen. Der Mann, den sie später nur den »Governor« nennen werden, beschließt, sich dem Grauen entgegenzustellen. Dies ist seine Geschichte …
Diese Ausgabe enthält die ersten beiden The Walking Dead-Romane:
The Walking Dead 1 (Rise of the Governor)
The Walking Dead 2 (The Road to Woodbury)
Mit Bonus-Kurzgeschichte: Ein ganz normaler Tag im Büro

Begeistert hatte ich damals die The Walking Dead-Spiele von Telltale gezockt. Spannend, emotional, düster. Einfach toll. Die Fernsehserie habe ich dann angefangen, weil ich wissen wollte, was aus Glen geworden ist. Ich glaube, die ersten vier oder fünf Staffeln habe ich gesehen. Die Comics habe ich ebenfalls gelesen. Dass es auch Romane gibt, finde ich natürlich toll. Auch wenn ich die Fernsehserie dann nicht weiter verfolgt habe, so fand ich die Figuren doch alle sehr interessant und wollte immer etwas über ihre Geschichten erfahren. In „The Walking Dead: Der Anfang“ erzählen zwei Romane in einem die Geschichte vom Durchschnittsmann Brian (später dann Philip) Blake vor der Apokalypse bis hin zum brutalen Governor von Woodbury.

So begegnen wir anfangs dem Brian Blake, einem unsicheren, ängstlichen Menschen, der noch weit davon entfernt ist, die ausgeprägte Persönlichkeit zu werden, die man als The Governor kennt. Seine Entwicklung zu verfolgen ist beeindruckend und in gewisser Weise auch beängstigend. Dabei lassen Kirkman und Bonansinga es auch wortgewaltig krachen und schaffen eine raue Welt vor dem inneren Auge des Lesers, in der Zombies blutrünstig und brutal abgeschlachtet werden, was teilweise in einen Wer hat mehr Zombies getötet-Wettbewerb auszuarten scheint.

Die eigentliche Handlung bleibt einige Male auf der Strecke. Die düstere und vor allem beklemmende Atmosphäre der Fernsehserie kommt dabei allerdings ganz hervorragend heraus.

Wie auch in der Fernsehserie und in den Comics sind die Zombies nur ein Teil des Horrors. Der wahre Horror geht von den Menschen selbst aus, die zeigen, dass Macht und Gier mit der Apokalypse kein Ende gefunden haben. Brian, der sich auf den Schutz durch seinen Bruder verlassen hat, wird später von den Umständen dazu gezwungen, auf sich selbst aufzupassen. Irgendwann wird Brian zu Philip und Philip zum Governor.

Die Handlung, die im ersten Roman den Leser noch mitreißt, ist im zweiten Teil leider sehr viel zerhackter und ich musste einige Male zurückblättern, weil ich den Faden mehr als einmal verloren habe. Allgemein fand ich das sehr schade, denn die Geschichte an sich hätte durchaus sehr viel mehr hergegeben als nur Zombiegemetzel.

The Walking Dead: Der Anfang ist interessant für alle Fans der Serie und der Comics. Wer beides nicht kennt, kann den Roman sicherlich trotzdem gut als Einstieg lesen. Leider ist die Handlung nicht ausreichend, um den Leser von vorn bis hinten bei Laune zu halten und die bildlichen Beschreibungen sowie die beklemmende Atmosphäre sind nicht unbedingt für sanfte Gemüter geeignet. Der Schreibstil ist sehr gut. Alles in allem ein unterhaltsames Buch mit einigen Schwächen.

Anmerkung: Da es sich bei diesem Buch um ein zur Verfügung gestelltes Rezensionsexemplar handelt, muss ich diesen Beitrag als Werbung kennzeichnen. Ich möchte allerdings versichern, dass die verfasste Rezension meine ehrliche Meinung wiedergibt und nicht von der Tatsache, dass es sich um ein Rezensionsexemplar handelt, beeinflusst wurde. Denn ganz ehrlich, Rezensionen hätten keinen Sinn, wenn sie nicht ehrlich wären. Ich bedanke mich beim Heyne-Verlag und dem Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.

 

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