Rezension

SS-GB – Len Deighton

„SS-GB“
Originaltitel: SS-GB
Autor: Len Deighton
445 Seiten / Taschenbuch
ISBN: 3453439317
Verlag: Heyne

Worum geht’s?

Februar 1941. England wird von deutschen Truppen besetzt. Winston Churchill stirbt, die SS regiert in Whitehall. In diesen dunklen Stunden wird Inspector Archer, der für Scotland Yard arbeitet, mit einem Mordfall beauftragt. Routine, so scheint es. Doch dann stellt sich heraus, dass der Ermordete brisante Pläne zu einer schrecklichen Waffe bei sich trug. Archer befindet sich plötzlich zwischen den Fronten der Nazis und des Widerstands. Es beginnt ein Kampf um England … ein Kampf um die Menschlichkeit.

Meinung

Spätestens seit Philip K. Dicks Roman Das Orakel vom Berge (Originaltitel: The Man in the high castle) auf Amazon läuft, ist das Genre Alternate History nicht nur den Hardcore-Scififans ein Begriff. BBC hat sich Len Deightons 1978 erschienenem Roman SS-GB gewidmet und passend zur Verfilmung hat Heyne das Buch in einer Neuauflage herausgebracht. Das verwendete Was-wäre-wenn-Szenario ist dabei eines der meiner Meinung nach am häufigsten: Was wäre wenn Deutschland den 2. Weltkrieg nicht verloren hätte.

Der Stoff bietet ja ungeahnte Möglichkeiten. In SS-GB begleiten wir Scotland Yard Inspector Archer und ich muss ehrlich gestehen, dass ich mit ihm einfach nicht warm wurde. Ihm fehlt meiner Meinung nach als Figur jegliche Tiefe und er blieb für mich als Leser einfach nur extrem blass und farblos. Vom Rest hat mich das aber gar nicht so sehr abgelenkt. Das Buch liest sich sehr schnell und spannend. Auch wenn es einige Dinge enthält, die mir als Leser sehr unlogisch erschienen, so war ich doch schnell drin in der Geschichte und wollte das Buch kaum noch weglegen.

Die düstere Atmosphäre hat mich schon arg in ihren Bann gezogen, persönlich hätte es mir aber sehr viel besser gefallen, wenn die Alternative Geschichte nicht nur Beiwerk gewesen wäre, sondern noch etwas mehr Einfluss auf die Handlung gehabt hätte. Die Idee einen Kriminalfall vor ein alternatives Geschichtssetting zu setzen, wurde doch von einigen anderen Autoren wesentlich besser umgesetzt. Hier empfehle ich allen Neugierigen die Romane von Jo Walton, ganz besonders Die Stunde der Rotkehlchen.

Fazit

Ein unterhaltsames und gutes Buch, das vielleicht nicht sehr herausragt im Vergleich zu anderen Werken des Genres, aber gerade für Einsteiger in den Alternate History-Bereich ist es definitiv empfehlenswert.

Bewertung

Anmerkung: Da es sich bei diesem Buch um ein zur Verfügung gestelltes Rezensionsexemplar handelt, muss ich diesen Beitrag als Werbung kennzeichnen. Ich möchte allerdings versichern, dass die verfasste Rezension meine ehrliche Meinung wiedergibt und nicht von der Tatsache, dass es sich um ein Rezensionsexemplar handelt, beeinflusst wurde. Denn ganz ehrlich, Rezensionen hätten keinen Sinn, wenn sie nicht ehrlich wären. Ich bedanke mich beim Heyne-Verlag und dem Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.

 

PS: Das ist jetzt der zweite Versuch, meine Rezension abzuschicken, beim letzten Mal hat das Internetnirvana einfach mal den kompletten Beitrag gefressen und nicht wieder ausgespuckt. Dieses Mal habe ich allerdings vorsichtshalber alles in die Zwischenablage gepackt. Nur für den Fall der Fälle. 

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