Rezension

Bluthunger (Die dunklen Fälle des Harry Dresden, #6) – Jim Butcher

„Bluthunger“
Originaltitel: Blood Rites
Autor: Jim Butcher
456 Seiten / Taschenbuch
ISBN: 3867621160
Verlag: Feder & Schwert

Worum geht’s?

Harry Dresden, Chicagos einzigen Berufsmagier, hatte schon schlimmere Aufgaben, als verdeckt am Set eines Erotikfilms zu ermitteln – etwa die Flucht aus einem brennenden Gebäude voller erzürnter Affendämonen oder die Konfrontation mit einem Pflanzenmonster. Dennoch hat sein aktueller Fall etwas Beunruhigendes an sich. Der Produzent des Films hält sich für das Opfer eines finsteren Entropiefluchs, tatsächlich aber sind es die Frauen in seinem Umfeld, die sterben, und zwar auf zunehmend spektakuläre Weise.

Harry ist doppelt frustriert, weil er sich auf diesen Fall nur eingelassen hat, um Thomas, seinem selbstsüchtigen, ständig flirtenden Vampirbekannten, dessen Integrität nicht gerade über jeden Zweifel erhaben ist, einen Gefallen zu tun. Dieser hat ein persönliches Interesse an dem Fall, das Harry nicht nachvollziehen kann, bis ihn seine Ermittlungen direkt zu Thomas‘ sexbesessener Vampir-Familie führen. Harry muss feststellen, dass Thomas‘ Stammbaum ein schockierendes Geheimnis birgt, eine Entdeckung, die sein Leben für immer verändern wird.

Meinung

Schon länger fertig gelesen und der Lieblingsmensch wird wohl auch bald mit diesem Teil loslegen. Er ist definitiv im Harry-Dresden-Fieber.

Bluthunger ist ein Band, der eine riesige, enorme, gigantische Veränderung für Harry bereithält. Gabs in den vorherigen Bänden schon immer mehrere Handlungsstränge, so darf sich der Leser auch hier wieder über 3 Fälle freuen. Nicht nur, dass das Buch damit beginnt, dass Harry im Auftrag eines Mönches wertvolle Welpen rettet und dabei von Affen verfolgt wird, die ihn mit brennenden Fäkalien bewerfen (da ist die Kacke wortwörtlich am dampfen *höhö*), einer der Welpen versteckt sich in Harrys blauem Käfer und auch wenn unser Lieblingsmagier tausendfach versichert, dass er ihn nicht behalten wird, so wissen wir doch recht schnell, dass Winzling Mouse bei Harry und Mister einziehen wird. Aber auch der Schwarze Hof ist in der Stadt. Mavra hat noch eine Rechnung offen und Harry versucht, endlich ein für alle Mal mit ihr und ihrem Pack abzuschließen. Als Gegensatz zu den Vampiren des Schwarzen Hofes, erfahren wir endlich noch mehr über den Weißen Hof. Wir treffen wieder auf Thomas, seine beiden Schwestern und seinen Vater, Lord Wraith. Besonders dieser Teil hält für Harry eine ungeahnte Nachricht bereit und ich erinnere mich, wie ich damals hin- und hergerissen war zwischen geschockt nach Luft schnappen und vor Freude um den Tisch tanzen, als ich das Buch das erste Mal gelesen habe.

Um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, wird Harry engagiert, um verdeckt am Set einer Erotik Porno-Produktion zu ermitteln. Dass dabei auch einige komische Dinge passieren, ist eigentlich von vornherein klar. Doch auch hier gibt es unerwartete Twists und Turns und auch jede, wirklich jede Menge Action (no pun intended).

Wie bei seinen Vorgängern kommt man auch in diesem Band kaum dazu, Luft zu holen und wir jagen zusammen mit Harry von einer gefährlichen Situation in die nächste.

Logischerweise habe ich auch Band 7 schon fast fertig, aber Geduld Geduld. Ich muss mein Fangirlen sparsam einsetzen.

Paar Zitate gefällig? Aber gerne doch:

„Etwas erledigen, das bedeutet zum Beispiel tanken und einen Liter Milch kaufen. Es bedeutet ganz sicher nicht, von fliegenden Gorillas gejagt zu werden, die mit brennender Kacke schmeißen.“ (Thomas)

„Es heißt, du hättest eine Feenprinzessin erledigt und einen Krieg zwischen Winter und Sommer verhindert“, fuhr Thomas fort.
„Vor allem habe ich meinen eigenen Arsch gerettet. Zufällig war die Welt an der gleichen Stelle.“

Er setzte dieses typische strahlende, jungenhafte Grinsen auf, bei dem die Unterwäsche sämtlicher Frauen im Umkreis spontan zu Staub zerfiel.

„Du kannst ja nicht einmal mehr richtig morsen, sagte er nach einer Weile. Es hat sich angehört, als ginge es um Schwampire.“
„Das war schon richtig“, erwiderte ich. „Vampire vom Schwarzen Hof. Ich habe das nur etwas abgekürzt.“

Fazit

Geniale, rasante, unterhaltsame, witzige Fortsetzung der bisherigen genialen, rasanaten, unterhaltsamen, witzigen Vorgänger. Hab ich das nicht schön gesagt? Ich bin halt ein Dresden-Fan. Das heißt, meine Rationalität ist mit meiner Objektivität davon gelaufen, um zusammen mit meiner Sachlichkeit einen draufzumachen. Deal with it! <3

Bewertung

 

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