Rezension

Binti – Nachtmaskerade – Nnedi Okorafor

„Binti – Nachtmaskerade“
Originaltitel: Binti The Night Masquerade
Autorin: Nnedi Okorafor
96 Seiten / eBook
Verlag: Cross Cult

Worum geht’s?

Der Abschluss der hochgelobten Science-Fiction-Trilogie, die in Nnedi Okorafors mit einem Hugo- und einem Nebula-Award ausgezeichneten BINTI ihren Anfang genommen hat. Im Glauben, der Konflikt mit den Medusen gehöre der Vergangenheit an, kehrt Binti auf ihren Heimatplaneten zurück. Doch das Volk der Khoush will die uralte Feindschaft mit den Medusen wieder aufleben lassen. Als der Konflikt ausbricht, ist Binti weit weg von zuhause. Sie eilt zurück, aber Wut und Abscheu haben bereits zu vielen ihrer Freunde das Leben gekostet.

Meinung

Nnedi Okorafor hat zu ihren 3 Binti-Novellen auf Twitter folgendes gesagt:

Und ich finde, sie hat vollkommen recht. Nachdem wir Binti im ersten Teil zur Oomza Uni folgten und mit ihr zusammen in Teil zwei nach Osemba zurückkehrten, begleiten wir sie in Nachtmaskerade nun zurück zu ihren Wurzeln und vorwärts in ihre Zukunft. Sie ist noch immer mit Mwinyi auf dem Weg zurück aus der Wüste in ihr Heimatdorf. Mwinyi gehört zu den Enyi Zinariya und bereits auf den ersten paar Seiten erfahren wir mehr über die Ankunft der Zinariya vor langer Zeit. Es wird schnell klar, dass Binti mehr ist als nur ein einfaches Himba-Mädchen.

Dass der Konflikt zwischen den Khoush und den Medusen noch nicht ausgestanden ist, war ja bereits im vorherigen Band klar. Welche Auswirkungen das allerdings hat, erfahren wir erst im Laufe von Nachtmaskerade.

Auch hier steht Binti wieder zwischen den Fronten und ihr innerer Konflikt, ihre von ihrer Erziehung und Kultur geprägte Identität, hebt Okorafor sehr gut heraus. Und auch wenn mir Binti als Figur manchmal etwas zu überdramatisch erscheint, so sind ihre Wut, ihre Ängste und ihre Zerissenheit deutlich nachvollziehbar.

Auch das Geheimnis um Bintis Edan wird gelüftet, ist aber eigentlich nicht so überwältigend wie man vielleicht erwartet hat. Selbst Binti hat das sehr passend im Buch kommentiert:

Das war sehr … antiklimaktisch.

Am besten gefallen hat mir, dass wir nach Oomza Uni zurückgekehrt sind und auch wenn die Universität immer noch nicht ausführlich beschrieben wird, so deutet Okorafor hier doch eine wirklich einzigartige Welt an, deren Selbstverständlichkeit hinsichtlich fantastischer Sachen und Andersartigkeit einfach wahnsinnig erfrischend ist.

Fazit

Nachtmaskerade bietet einen schönen Abschluss zu dieser kleinen Trilogie und ich als Leser bleibe in der Hoffnung zurück, dass Okorafor hier irgendwann einen vollen Roman schreiben wird, der in dieser Welt angesiedelt ist.

Bewertung

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