Rezension

Sternenfinsternis – David Seinsche

„Sternenfinsternis“
Autor: David Seinsche
233 Seiten / Taschenbuch
ISBN: 3864025605
Verlag: Atlantis Verlag

Worum geht’s?

Die Menschheit hat den Sprung zu den Sternen geschafft. Trotz vieler Widrigkeiten hat sie ihren Platz in der Galaxis behauptet und neue Völker entdeckt. Doch jeder Frieden ist brüchig, und als eine fremde Rasse in den bekannten Weltraum eindringt, sieht sich die Menschheit einem Feind gegenüber, der nur ein Ziel kennt: Die vollkommene Auslöschung allen Lebens! Mittendrin steht die Crew der TAS Bengalore in ihrem verzweifelten Versuch, den Untergang abzuwenden. Doch welchen Preis sind die tapferen Männer und Frauen bereit, zu bezahlen?

Meinung

Erstmal vorweg: das Coverbild von Mark Freier ist der absolute Wahnsinn. Das würde ich mir am liebsten vergrößert und schön gerahmt an die Wand hängen.

Die Ideen in Sternenfinsternis sind nicht neu. Die Menschheit hat sich im All etabliert, aber der Frieden mit den anderen Spezies ist eher instabil. Dann taucht eine neue unbekannte Macht auf dem Schirm auf und tritt der gesamten Galaxis in den Hintern. Am Ende siegt jedoch eine kleiner Trupp Helden. Kennt man schon. Hat man so schon mal gelesen. Aber auch bereits dagewesenes kann gut umgesetzt den Leser begeistern. Wenn ich meine Rezension allerdings vorab zusammenfassen müsste, dann würde ich sagen, Sternenfinsternis hat zuviel Geschichte für zu wenig Buch.

Ich persönlich hatte beim Lesen das Gefühl, dass die kurze Länge des Buches eher schlecht ist für die Geschichte selbst. Viele Dinge kommen einfach zu kurz. Die Figuren sind für mich nicht nur sehr oberflächlich geblieben, sondern waren mir ehrlich egal. Aber auch die Handlung konnte kaum Spannung aufbauen. Viele Situationen wurden zu schnell und zu knapp abgehandelt. Dabei hätte man wirklich soviel aus dem Ganzen machen können. Einen richtig langen Roman, dessen Handlung epische Ausmaße hätten haben können. Die politischen Intrigen in den inneren Reihen, die anfänglich unter der Oberfläche schwelenden Konflikte mit den außerirdischen Nachbarn, den unbekannten Neuankömmling…hätte Seinsche sich hier richtig Zeit gelassen, dann wäre das Buch echt klasse geworden. In der StarTrek-Atmosphäre, die ich beim Lesen hatte, besonders in den Szenen auf der Bengalore, hätte ich dann so richtig schön schwelgen können.

Dass Seinsche das Talent dazu hat, wird in einigen Szenen und besonders in den Dialogen sehr deutlich. Trotzdem ist alles einfach nur schnell geschrieben und kurz und knapp abgehandelt. Das fand ich wirklich, wirklich schade.

Fazit

Alles in allem hat mich das Buch wirklich unzufrieden zurückgelassen. Ich hätte gern soviel mehr erfahren. Allerdings wirkten die Figuren wie unvollendete Strichmännchen und die Handlung wie ein Notizbuch voller Gedanken und Ideen, die nur kurz miteinander verbunden sind. Ich hoffe sehr und wünsche mir, dass David Seinsche seinem Talent eine Chance gibt und sich beim nächsten Roman auf mindestens der doppelten Anzahl an Seiten die Zeit lässt, seine Geschichte zu erzählen mit Figuren, denen man sehr gern durch die Handlung folgt.  PS: Das Cover…woah!

Bewertung

 

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