Rezension

Der verratene Planet – D. Nolan Clark

„Der verratene Planet“
Autor: D. Nolan Clark
736 Seiten / Taschenbuch
ISBN: 9783453318359
Verlag: Heyne

Worum geht’s?

Die Menschheit hat das All besiedelt – nur um sich jahrhundertelang zu bekriegen. Jetzt, endlich, herrscht Frieden. Bis eines Tages plötzlich eine Armada fremder Schiffe in der Nähe eines kleinen, abgelegenen Planeten auftaucht und die Siedler dort begreifen müssen: sie sind nicht allein. Allein sieben ehemalige Kampfpiloten stehen nun zwischen den Aliens und dem Untergang der Menschheit …

Meinung

Der Klappentext klang mal wieder sehr spannend, ist aber nicht wirklich korrekt. Es herrscht kein Frieden, die MegaCons führen gegeneinander Krieg. Und statt sieben ehemaligen Kampfpiloten sind es nur fünf und von denen kann einer wegen einer posttraumatischen Belastungsstörung nicht mehr fliegen.

Eins vorweg, das Buch fing interessant und spannend an. Es zog mich sofort in seinen Bann. Die Welt, die Clark hier geschaffen hat, ist äußerst interessant und ich denke, das wird auch der Grund sein, warum ich den zweiten Band der Reihe irgendwann lesen werde.

Hinter dem Pseudonym D. Nolan Clark verbirgt sich der US-amerikanische Schriftsteller, David Wellington (im Einband des Buches fälschlicherweise als Daniel Wellington bezeichnet, auf der Homepage des Heyne Verlages wurde es aber mittlerweile korrigiert, danke Instagram!), der unter diesem Pseudonym seine Science-Fiction-Romane veröffentlicht. Er schreibt auch Fantasy unter dem Namen David Chandler und Horrorliteratur unter seinem richtigen Namen. Mir war er bis dato unbekannt.

Handwerklich gesehen ist er sehr gut und solide. Das Buch war schon richtig spannend. Allerdings kränkelte das ganze hinsichtlich der Figuren. Der Leser bekommt einige Figuren geboten, aber so richtig warm wurde ich mit keiner. Einzig Valk fand ich gut, besonders den Twist am Ende, aber auch hier wurde meiner Meinung nach extrem viel Potential verschenkt.

An sich ist das sehr schade, denn die Idee von der kleinen Welt Niraya, die sich einem übermächtigen Feind gegenüber sieht, ist toll. Auch der Feind an sich ist wahnsinnig interessant und hier will ich unbedingt mehr erfahren. Allerdings hoffe ich sehr, dass der nächste Band mit besseren Figuren aufwarten kann, die mich als Leser dazu bringen, mit ihnen mitzufiebern. So waren sie leider extrem flach, farblos und beliebig austauschbar. Wirklich schade.

Fazit

Unterhaltsames Science-Fiction in guter handwerklicher Umsetzung, allerdings ohne wirklich neue Konzepte oder Ideen. Schnell gelesen, trotz der über 700 Seiten, aber leider auch so schnell wieder vergessen.

Bewertung

Anmerkung: Da es sich bei diesem Buch um ein zur Verfügung gestelltes Rezensionsexemplar handelt, muss ich diesen Beitrag als Werbung kennzeichnen. Ich möchte allerdings versichern, dass die verfasste Rezension meine ehrliche Meinung wiedergibt und nicht von der Tatsache, dass es sich um ein Rezensionsexemplar handelt, beeinflusst wurde. Denn ganz ehrlich, Rezensionen hätten keinen Sinn, wenn sie nicht ehrlich wären. Ich bedanke mich beim Heyne-Verlag und dem Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.

 

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