Rezension

EXOPLANET: Mission Kepler-438-b – Armin Weber

Exoplanet: Mission Kepler-438-b
Autor: Armin Weber
248 Seiten / ebook
ASIN: B01D8M5KEC
Verlag: selbst veröffentlicht

Worum geht’s?

Im Jahr 2105 regiert auf der Erde eine Computer-Diktatur, die weltweit unter dem Namen Nummer 2 bekannt ist. Mit 100 Millionen Kampfrobotern herrscht sie über die letzten Reste der Menschheit, die auf der Erde nur noch für kurze Zeit geduldet sind. Nummer 2 legt daher ein Programm auf, das die baldige Entvölkerung der Erde zum Ziel hat.

Unter anderem wird deshalb auf dem Saturnmond Titan die erste Teleportation eines Menschen vorbereitet. Ziel der Mission: Ein erdähnlicher Exoplanet mit der Bezeichnung Kepler 438-b. Wenn alles nach Plan läuft, soll dort bald eine menschliche Kolonie gegründet werden.

Auf Titans Forschungsstation Apache One arbeitet der Informatiker John Satcher zusammen mit dem US-Marine William Leery verdeckt gegen Nummer 2. Sie tritt dort auf in Form von Robotern und bedeutet für die Männer eine ständige Gefahr. Sie entscheidet auch, wer nach Kepler 438-b teleportiert werden soll.

Unter dem Befehl von Nummer 2 wird ein Mann aus der fünfköpfigen Crew zur Teleportation gezwungen. Doch diese verläuft ganz anders als erwartet. Was die Männer dabei erleben, gerät zur größten Gefahr – aber auch zur erhebensten Erfahrung ihres Lebens …

Meinung

Armin Weber hatte mich über die Rezi-Suche kontaktiert. Der Klappentext klang spannend, die Leseprobe machte in der Tat Lust auf mehr. Warum also nicht? 248 Seiten sind bei mir schnell gelesen, aber leider wurde ich arg enttäuscht. Es ging spannend los, wurde dann aber schnell voll schräg und zog sich dann bald arg in die Länge. Die Figuren sind alles Männer – weil Frauen die Mission ja nur stören würden und es ja Streit geben würde zwischen den Männern, wenn zwei dieselbe Frau begehren würden – und davon ist irgendwie keiner sonderlich sympathisch. Es gibt Sexpuppen, die Nummer 2 den Männern für ihre Triebbefriedigung zur Verfügung gestellt hat und das auch teils sehr graphisch dargestellt. Die einzig Frau, die vor Beginn der Geschichte wohl ein Teil der Crew war, wurde bereits auf der Reise zum Titan vergewaltigt und ermordet – sie und ihr Partner sollten wohl Kepler-438-b anfangen zu bevölkern, so ganz war mir das irgendwie nicht klar, welche Rolle sie hätte spielen sollen, denn eigentlich war Nummer 2’s Ziel ja, die Erde zu entvölkern. Wäre ich eine künstliche Intelligenz, würde ich die Menschen kurzerhand auslöschen, statt solche Mühen auf mich zu nehmen, aber sei’s drum.

Die Teleportation wirkte irgendwie an den Haaren herbei gezogen und so richtig hatte man kein wirkliches Science-Fiction-Gefühl, was ich sehr schade fand. Vom Handwerk her ist der Schreibstil solide, allerdings fand ich die Wortwahl teilweise unpassend.

Ganz unabhängig davon, inwiefern der Wissenschaftsteil des Buches richtig oder fehlerhaft umgesetzt war, so wirkte vieles unlogisch und teils zusammenhangslos, dabei hätte der Autor hier sehr viel Potential gehabt, die Geschichte spannend und interessant aufzubauen. Leider war ich die meiste Zeit eher verwirrt und genauso leider muss ich sagen, dass mir das Buch so absolut gar nicht gefallen hat.

Fazit

Das Buch und ich passen nicht zueinander. Leider.

Bewertung

Anmerkung: Da es sich bei diesem Buch um ein zur Verfügung gestelltes Rezensionsexemplar handelt, muss ich diesen Beitrag als Werbung kennzeichnen. Ich möchte allerdings versichern, dass die verfasste Rezension meine ehrliche Meinung wiedergibt und nicht von der Tatsache, dass es sich um ein Rezensionsexemplar handelt, beeinflusst wurde. Denn ganz ehrlich, Rezensionen hätten keinen Sinn, wenn sie nicht ehrlich wären. Ich möchte mich bei dem Autor, Armin Weber, dafür bedanken, dass er mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat, und für den äußerst netten Emailkontakt und die Widmung.

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