Rezension

Leviathan erwacht – James Corey

„Leviathan erwacht“
Autor: James Corey
ebook / 656 Seiten
ISBN: 978-3641076313
Verlag: Heyne

Worum geht’s

Im Weltall gibt es kein Gesetz …
Die Menschheit hat das Sonnensystem kolonisiert. Auf dem Mond, dem Mars, im Asteroidengürtel und noch darüber hinaus gibt es Raumstationen und werden Rohstoffe abgebaut. Doch die Sterne sind den Menschen bisher verwehrt geblieben. Als der Kapitän eines kleinen Minenschiffs ein havariertes Schiff aufbringt, ahnt er nicht, welch gefährliches Geheimnis er in Händen hält – ein Geheimnis, das die Zukunft der ganzen menschlichen Zivilisation für immer verändern wird.

Meinung

Ich.liebe.Weltraum-Opern! Einself! Was für ein gigantisches Buch. Es gibt einfach alles. Helden, Antihelden, Aliens, politische Intrigen, wirtschaftliche Gier und gigantische Technik.

Ich mochte das Buch kaum weglegen und hab die 600 Seiten oder was es sind auch relativ schnell durchgelesen. Um es in einem Wort zusammenzufassen: episch!

Wir folgen Jim Holden, XO an Bord eines Tankerraumschiffs. Er soll ein havariertes Schiff inspizieren. (ehrlich mal, allein die Beschreibung der Technik an diesem Punkt ist der Wahnsinn. Ein großes Schiff anhalten im All? Beschleunigungskräfte und ihre Auswirkungen auf den menschlichen Organismus? Einfach nur, WOW! Harald Lesch würde wahrscheinlich zwar immer noch skeptisch dreinblicken, aber nicht ganz so sehr wie bei StarTrek und seinen Trägheitsdämpfern *hüstel*) Anyway….sie inspizieren das Schiff und während sie das tun, taucht ein fremdes Schiff auf und zerstört den Tanker, mit dem sie eigentlich unterwegs waren. Schwupps, sind die Figuren auf eine Gruppe von 5 reduziert. Und damit gehts dann eigentlich auch schon so richtig los.

Zeitgleich folgen wir Detective Miller auf Ceres, einer Station in einem Asteroiden. Er erhält den Auftrag, die Tochter einer reichen Familie zu finden und „zurückzubringen“, sprich zu entführen, da das Mädel längst erwachsen ist und sich mit ihrer Familie überworfen hat. Bei seiner Suche stellt er sich allerdings zu gut an und landet schnell mitten in der Geschichte. Was man als Leser natürlich erst so nach und nach erfährt. Dass die verschwundene junge Frau und das havarierte Schiff zusammenhängen ahnt man schnell, aber wie, das verraten die beiden Autoren erst so nach und nach.

Besonders gut gefallen hat mir hier der Konflikt zwischen den einzelnen, hm, Rassen ist ein falsches Wort…. man denkt im Buch in den Kategorien „Gürtler“ (Menschen, die auf den besiedelten Stationen und Asteroiden geboren und aufgewachsen sind) und den „Erdler“ (Menschen, die auf der Erde geboren und aufgewachsen sind). Dabei unterscheiden sie sich physisch stark von einander, weil Menschen, die unter normalen Gravitationsbedingungen aufgewachsen sind, sich ganz anders entwickelt haben, als Menschen, die unter niedrigerer Schwerkraft aufgewachsen sind.

Zusätzlich dazu gibt es noch die Marsianer, sprich Menschen vom Mars und ganz in typischer Politikmanier sind sich diese drei Parteien immer mal mehr oder weniger spinnefeind.

Und während Holden auf der Flucht ist, Miller das Mädchen Julie sucht, der Mars und der Gürtel kurz vor einem Krieg stehen, werden die einzelnen Handlungsstränge immer mehr miteinander verwoben und ergeben ein Science-Fiction-Bild von epischem Ausmaß.

Fazit

Ich bin immer noch von den Socken und muss die anderen Bände auch unbedingt lesen, so begeistert bin ich. Es war spannend bis zum Schluss. Absolute Lese-Empfehlung für Fans von epischem Science Fiction!

Bewertung

Anmerkung: Da es sich bei diesem Buch um ein zur Verfügung gestelltes Rezensionsexemplar handelt, muss ich diesen Beitrag als Werbung kennzeichnen. Ich möchte allerdings versichern, dass die verfasste Rezension meine ehrliche Meinung wiedergibt und nicht von der Tatsache, dass es sich um ein Rezensionsexemplar handelt, beeinflusst wurde. Denn ganz ehrlich, Rezensionen hätten keinen Sinn, wenn sie nicht ehrlich wären. Ich bedanke mich beim Heyne-Verlag und dem Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.

2 Comments

    1. Das dachte ich mir schon 😀 Wenn Du Spaceoperas gern liest, dann empfehle ich ausnahmslos alles von Peter F. Hamilton. Das sind zwar fette Wälzer aber die sind echt so gigantisch, ich liebe sie.

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