Das King-Projekt Rezension

Gwendys Wunschkasten – Stephen King/Richard Chizmar

„Gwendys Wunschkasten“
Autor: Stephen King / Richard Chizmar
128 Seiten / Gebundene Ausgabe
ISBN: 978-3453439252
Verlag: Heyne

Worum geht’s?

Die kleine Stadt Castle Rock in Maine hat die seltsamsten Dinge erlebt. Warum sollte es der jungen Gwendy anders ergehen? Eines Tages schenkt ein schwarz gekleideter Unbekannter ihr einen Holzkasten mit lauter Schaltern und Hebeln. Wozu er dient? Gwendy probiert es aus, und ihr Leben verändert sich von Grund auf.

Meinung

Wir sind zurück in Castle Rock. Gwendy ist 12 und ein bisschen pummelig. Das hat sie bis dato nicht gestört, aber dann fingen die anderen Kinder an, sie deswegen zu hänseln. Von da ab fing sie an zu laufen, achtete auf das, was sie aß. Ein Thema, das ja eigentlich bis heute Bestand hat.

Die Medien sagen: Mädchen, Frauen, in dieser schönen neuen Welt der Gleichheit könnt ihr alles sein, was ihr wollt, solange ihr noch eure Zehen seht, wenn ihr aufrecht steht.

Und damit nimmt die Geschichte ihren Lauf. Kaum besitzt sie den Wunschkasten, fangen die Dinge an gut für Gwendy zu laufen. Die Pummeligkeit gehört bald der Vergangenheit an. Ihre Brille braucht sie nicht mehr. Sie schreibt nur Einser, wird sportlich äußerst erfolgreich und entwickelt sich im Laufe der kurzen Geschichte zu einer jungen, bildschönen Frau, der das Glück in den Schoß fällt. Meint man. Innerlich ist sie hin- und hergerissen, welche Leistungen ihre eigenen sind und welche sie dem Wunschkasten zu verdanken hat. Ihre Eltern hören auf zu trinken. Sie lernt ihre große Liebe kennen. Eigentlich viel positives.

Trotzdem kämpft sie auch mit Schicksalsschlägen, die nicht ohne sind. Als sie als junge Erwachsene den Kasten zurückgeben soll, tut sie es erleichtert und erfreut und als Leser bleibt einem die Frage offen: was kann das verdammte Ding eigentlich? Für welche guten und schlechten Ereignisse war es denn genau verantwortlich?

Und darin denke ich liegt auch der Reiz dieser Geschichte.

Fazit

Eine schnelle Geschichte. Kein typischer Horrorroman, aber auch kein hundertprozentig typischer King. Ich hätte gern mehr davon gelesen. 128 Seiten waren viel zu schnell durch. Unterhaltsam aber mit einem etwas offenen Ende.

Bewertung

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