Rezension

The Furthest Station – Ben Aaronovitch

Eigentlich warte ich ja sehnsüchtig auf den nächsten vollen Band, aber auch wenn The Furthest Station nur eine Novelle mit 120 Seiten ist, konnte ich es mir einfach nicht nehmen lassen, Peter Grants nächstem Abenteuer zu folgen. Und es war unterhaltsam und gut wie immer.

Worum gehts?

There’s something going bump on the Metropolitan line and Sergeant Jaget Kumar knows exactly who to call.

It’s PC Peter Grant’s speciality . . .

Only it’s more than going ‚bump‘. Traumatised travellers have been reporting strange encounters on their morning commute, with strangely dressed people trying to deliver an urgent message. Stranger still, despite calling the police themselves, within a few minutes the commuters have already forgotten the encounter – making the follow up interviews rather difficult.

So with a little help from Abigail and Toby the ghost hunting dog, Peter and Jaget are heading out on a ghost hunting expedition.

Because finding the ghost and deciphering their urgent message might just be a matter of life and death.

Oder kurz: in der Ubahn Londons berichten die Reisenden von Begegnungen mit Geistern, die eine wichtige Nachricht haben, aber da die Reisenden die Begegnungen immer wieder schnell vergessen, weiß keiner, um welche Nachricht es sich handelt. Also heißt es für Peter Grant, Jaget Kumar und Abigail, Geister finden und die Nachricht entschlüsseln.

Meinung

Besonders gefallen hat mir, dass Jaget Kumar und Abigail Kamara, die ja beide ihr Debüt in Band 3, Whispers Underground, gegeben haben, wieder mit dabei sind. Es ist schön, dass die beiden hier etwas mehr Platz eingeräumt bekommen haben. Toby, der Geisterjägerhund, ist auch wieder mit von der Partie. Ehrlich, ich liebe Toby. Aber wie kann man Hunde auch nicht lieben, Geisterjäger hin oder her.

Die Geschichte war amüsant wie immer, der Fall spannend – auch wenn ich mir mindestens das 4fache der Seitenanzahl gewünscht hätte, weil….Gründe.

[Minispoilerhinweis, für diejenigen, die noch gar nichts gelesen haben ODER noch nicht Band 3 gelesen haben, den nächsten Absatz überspringen, falls Ihr nicht gespoilert werden wollt.]


Nightingale gibt Abigail Lateinunterricht und ich denke, wenn ich mir das so ansehe, dass es sehr darauf hinauslaufen wird, dass sie der nächste Lehrling werden wird. Sicherlich gibts hier auch ein ausgelutschtes Trope im Fantasy-Bereich, dass junge Mädchen gern die Lehrlinge der Meister werden. Schön finde ich hier jedoch, dass Abigail (bis jetzt zumindest noch) weit davon entfernt zu sein scheint, die typischen weiblichen Charaktereigenschaften aufgezwungen zu bekommen (so wie Molly Carpenter in den Dresden Files, die halt besonders sensibel war und mit feinerer Magie arbeitete, als Mit-dem-Kopf-durch-die-Wand-Harry Dresden). Abigail ist Technik affin. Sehr sogar. Großes Plus meinerseits, denn Frauen unterstellt man ja gern, dass sie keine Ahnung von Technik haben. Ich selbst arbeite seit 17 Jahren in der IT und bin eine derartige Einstellung mächtig leid. Auch bekommt Abigail gute Noten, ist mit Begeisterung bei den Sprachen dabei und stellt Peter etwas in den Schatten. Ich bin sehr gespannt darauf, wie sich ihre Figur über die nächsten (noch hoffentlich zahlreichen) Bände entwickeln wird.


Fazit:

Tolles, sehr unterhaltsames Peter Grant Abenteuer für zwischendurch. Leider zu kurz und ergo zu schnell gelesen. Macht die Hibbelei auf den nächsten vollen Roman noch schwerer.

Bewertung

 

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