Rezension

Rivers of London (Peter Grant #1) – Ben Aaronovitch


Worum gehts:

Peter Grant ist Police Constable in London mit einer ausgeprägten Begabung fürs Magische. Was seinen Vorgesetzten nicht entgeht. Auftritt Thomas Nightingale, Polizeiinspektor und außerdem der letzte Zauberer Englands. Er wird Peter in den Grundlagen der Magie ausbilden. Ein Mord in Covent Garden führt den frischgebackenen Zauberlehrling Peter auf die Spur eines Schauspielers, der vor 200 Jahren an dieser Stelle den Tod fand.

Die Hauptfigur:

Mal ausnahmsweise nicht der typisch-weiße, männliche Macho mit verkorkster Vergangenheit und irgendwelchen Lastern. Ganz im Gegenteil: Peter ist mixed-race. Vater ist weiß, Mutter aus Sierra Leone. Es ist einfach nur wahnsinnig erfrischend zu lesen. Peter hat ein großes Mundwerk, der britische Humor ist einfach der Hammer. Aber verkorkst ist Peter nicht. Jeder andere Autor hätte natürlich ein riesiges Emotionalchaos aus Peters Kindheit gedreht, nicht so Aaronovitch, der es versteht, dass jeder Mensch in irgendeiner Form verkorkst ist, und uns einen Protagonisten präsentiert, der den Dingen pragmatisch entgegentritt und dabei das Multi-Kulti Londons hervorragend einfließen lässt. In späteren Bänden, in denen es Peter aus der Großstadt aufs Land verschlägt, sehen wir auch, dass Rassismus ein Thema ist ohne es zu sehr aufzublasen. Das schafft er übrigens mit allen wichtigen Themen. Egal ob es die homosexuelle Vorgesetzte ist, oder eine Hijab-Tragende Kollegin. Oder der homosexuelle Kollege und dessen Freund. Es ist so schön, diese Themen in einer Normalität präsentiert zu bekommen, die selbst in unserem Alltag ihres Gleichen sucht. ‚Es ist halt so. Es definiert die Menschen als solche nicht.‘ – Einfach erfrischend angenehm.

Fazit:

Eigentlich ist es der zigste Re-Read. Ben Aaronovitch hat es einfach geschafft, sich mit seiner Peter Grant-Reihe in meine Favoritenliste einzuschleichen. Einmal im Jahr werden die Bücher also gelesen, dieses Jahr wurde es sogar ein zweites Mal. Meiner Begeisterung kann ich kaum genug Ausdruck verleihen.

Bewertung

5 Comments

    1. Oh ja und die Art und Weise, wie Aaronovitch die ganzen Infos einstreut über die Geschichte der Lokalitäten, da hab ich so eine Schwäche für. Ich liebe es. Bin gespannt, was Du nach Band 6 sagen wirst. Ich kann ja kaum Band 7 erwarten. Die Novelle dazwischen wird nur ein kurzer Lückenfüller sein, befürchte ich.
      Danke für Deinen lieben Kommentar.
      Grit

  1. Huhu!
    Oooh der Peter… Ein Prachtbursche. 😀 Ich liebe diese Reihe, auch wenn ich noch gar nicht alles gelesen habe. Ich liebe seinen Humor und die doch sehr flapsige Art, wie er die Geschichte erzählt. ♥

    Liebe Grüße!
    Gabriela

    1. Wie lieb von Dir <3 😀
      Ja, der Peter ist der Hammer. Und ich kann von diesen Büchern einfach nicht genug bekommen. Ich bin gespannt, wie Dir die restlichen Bücher gefallen werden. Ich kann die neue Novella ja kaum abwarten obwohl mir ein 'ganzes' nächstes Buch lieber wäre.
      Danke für Deinen Kommentar <3

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